Ibbenbürens letzter Kraftwerksriese fällt um 11 Uhr durch kontrollierte Sprengung

Jenny Kühnert
Jenny Kühnert
2 Min.
Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines rauchenden Gebäudes, umgeben von Häusern, Bäumen, einem Zaun und einem Fahrzeug, mit dem Text "1851 – das erste kohlebetriebene Kraftwerk" unten.Jenny Kühnert

Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren soll gesprengt werden - Ibbenbürens letzter Kraftwerksriese fällt um 11 Uhr durch kontrollierte Sprengung

Das letzte verbliebene Wahrzeichen des ehemaligen Steinkohlekraftwerks von RWE in Ibbenbüren wird an diesem Sonntag fallen. Um etwa 11:00 Uhr wird der 275 Meter hohe Schornstein durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Damit ist der letzte Schritt zur Räumung des Geländes für ein neues Energieprojekt vollzogen.

RWE hatte seine beiden letzten Steinkohlekraftwerke in Deutschland – eines in Hamm, das andere in Ibbenbüren – bereits 2021 stillgelegt. Seither hat das Unternehmen keine weiteren Kraftwerksstandorte außer Betrieb genommen, und es gibt keine bekannten Pläne für Ersatzenergiequellen.

Bereits im April 2025 waren der Kühlturm und das Kesselhaus des Standorts abgerissen worden. Nun müssen die verbleibenden Bauwerke gesprengt, zerkleinert und recycelt werden, bevor das Gelände übergeben wird. Die Hagedorn Gruppe ist seit 2023 Eigentümerin des Areals und plant, es bis zum Sommer 2026 an Amprion zu überführen.

Amprion wird auf dem freigeräumten Gelände eine Umspannstation errichten, die die Windparks in der Nordsee mit dem Stromnetz in Nordrhein-Westfalen verbindet. Die Inbetriebnahme der neuen Station ist für 2031 vorgesehen.

Mit dem Abriss des Schornsteins verschwindet das letzte sichtbare Relikt des alten Kraftwerks. Künftig wird der Standort nicht mehr der Kohleenergie, sondern der Verteilung von Windstrom dienen. Die Umspannstation soll die regionale Versorgung mit erneuerbaren Energien bis zum nächsten Jahrzehnt stärken.

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