"The Wheelie Show": Eine inklusive Tanzperformance feiert Bewegung und Stille
Mara Vogt"The Wheelie Show": Eine inklusive Tanzperformance feiert Bewegung und Stille
Eine mutige neue Tanzperformance erobert die Bühne – eine Mischung aus Bewegung, Tempo und Barrierefreiheit. In „The Wheelie Show“ treffen sechs Künstler:innen aufeinander, einige auf Rollschuhen, andere im Rollstuhl, um den Rhythmus des modernen Lebens zu erkunden. Das Publikum taucht ein in eine Welt, in der Bewegung und Stille aufeinandertreffen, angeregt von Reflexionen darüber, wann Menschen im heutigen hektischen Alltag wirklich innehalten.
Die Produktion entstand aus einem Tanzkurs namens „Rolling Good Times“, geleitet von der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Sechs Monate lang probten die Darsteller:innen, tauschten Ideen aus und experimentierten mit Bewegung. Ihre Kostüme lassen sich von Radrennen, Motocross und der Formel 1 inspirieren – ein visueller Verweis auf das zentrale Thema der Show: Geschwindigkeit und Energie.
Auf der Bühne wechseln sich ruhige und chaotische Momente ab, eine Mischung aus Kunst und Unterhaltung. Die eine Hälfte der Tänzer:innen gleitet auf Rollschuhen dahinhuscht, die andere bewegt sich im Rollstuhl – dynamische Hebefiguren entstehen, bei denen Rollschuhfahrer:innen auf den Rollstühlen balancieren. Auch Alltagsgegenstände auf Rädern – Koffer, Tretroller, Skateboards – erweitern das visuelle und thematische Spektrum der Aufführung.
Noch bevor der Vorhang sich hebt, hört das Publikum Ausschnitte aus den Gedanken der Tänzer:innen über Tempo und Stille. Diese Reflexionen stimmen ein auf ein Stück, das Wahrnehmungen von Bewegung und Fähigkeit herausfordert. Als inklusive Produktion vereint „The Wheelie Show“ Künstler:innen mit und ohne Behinderung in einer Feier der Bewegung.
Die Performance verbindet Athletik, Kreativität und gesellschaftlichen Kommentar. Durch die Verschmelzung von Rollschuhen, Rollstühlen und Alltagsgegenständen bietet sie eine frische Perspektive darauf, wie sich Menschen durch die Welt bewegen. Das Publikum verlässt den Saal mit dem Eindruck vom Kontrast zwischen dem hektischen Tempo des Lebens und seinen stillen Momenten.






