Dagmar Becker verlässt Solingens Rathaus nach zehn prägenden Jahren
Dagmar Becker, die Solinger Stadtdirektorin der Grünen, hat nach einem Jahrzehnt im Amt offiziell ihren Rücktritt erklärt. Ihr Abschied markiert das Ende einer prägenden Ära in der lokalen Politik – insbesondere in einer Zeit knapper Haushalte. Kollegen und Amtsträger versammelten sich kürzlich, um sich von ihr zu verabschieden und ihre Verdienste in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales zu würdigen.
2014 übernahm Becker die Verantwortung für Schulen, Kultur, Jugend, Sport und Integration. In ihren zehn Amtsjahren lenkte sie Investitionen von über 600 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau von Bildungseinrichtungen. Unter ihrer Führung machte insbesondere die frühkindliche Bildung und Betreuung große Fortschritte – ab kommendem Jahr soll eine flächendeckende Ganztagesbetreuung gewährleistet sein.
Ihr Ressort steuerte zudem zentrale Projekte, die das kulturelle und sportliche Gesicht der Stadt prägten. Dazu zählten die Sanierung des Theaters Solingen, die Entwicklung des Ittertals sowie die Aufwertung der Klingenhalle. Auch zahlreiche kleinere Kultur- und Sporteinrichtungen profitierten von ihrem Engagement.
Über die Infrastruktur hinaus setzte sich Becker für Gleichberechtigung ein und trieb die stärkere Repräsentation von Frauen in der Stadtverwaltung voran. Im Jugendbereich eröffnete sie mit dem Rollhaus und dem Jugendzentrum Monkeys neue Angebote. Familien erhielt mit dem Vogelsang-Freibad einen zusätzlichen Freizeitort – ein weiterer Baustein ihres Erbes für die gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung.
Seit 2022 bereitete Becker ihre Nachfolgerin, Anna Lenker-Koukounarakis, auf einen reibungslosen Übergang vor. Die Übergabe sichert die Kontinuität der laufenden Vorhaben. Beckers Ausscheiden beendet eine Phase transformativer Führung in finanziell angespannten Zeiten. Ihre Initiativen in Bildung, Kultur und sozialer Gerechtigkeit hinterlassen in Solingen nachhaltige Spuren. Anna Lenker-Koukounarakis übernimmt nun das Amt und wird auf den von ihrer Vorgängerin gelegten Grundlagen aufbauen.






