Deutschland feiert 6:0 gegen Slowakei – doch Adeyemis Waffen-Skandal wirft Fragen auf
Mara VogtDeutschland feiert 6:0 gegen Slowakei – doch Adeyemis Waffen-Skandal wirft Fragen auf
Deutschland sichert sich mit 6:0 gegen die Slowakei Platz bei der WM – Adeyemi bleibt trotz Waffenvergehens im Kader
Mit einem souveränen 6:0-Sieg gegen die Slowakei hat sich die deutsche Nationalmannschaft die Teilnahme an der Weltmeisterschaft gesichert. Unterdessen musste Stürmer Karim Adeyemi die rechtlichen Konsequenzen eines Vergehens tragen: Der 22-Jährige wurde wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro verurteilt, saß während des entscheidenden Spiels jedoch auf der Bank.
Der Vorfall ereignete sich 2024, als Adeyemi online eine sogenannte "Mystery-Box" bestellte. Ohne sein Wissen enthielt das Paket einen Schlagring und einen Elektroschocker – beides in Deutschland verbotene Gegenstände. Die Waffen wurden später von der Flughafen-Sicherheit entdeckt, nachdem ein gemeinsamer Bekannter die Box versehentlich auf einer Reise nach Griechenland mitgenommen hatte.
Adeyemi räumte den Fehler ein, betonte jedoch, er habe nie die Absicht gehabt, die Gegenstände zu besitzen. Vor Gericht zeigte er Reue und bekannte sich zu seiner Verantwortung als Person des öffentlichen Lebens. Sein Verein, Borussia Dortmund (BVB), reagierte mit der Auflage, im Rahmen eines sozialen Engagements Trainingseinheiten mit Kindern zu leiten.
BVB-Geschäftsführer Lars Ricken führte ein "gründliches und klares" Gespräch mit dem Spieler über dessen Verhalten. Adeyemi versprach, künftig solche Fehler zu vermeiden.
Trotz der Kontroverse berief Nationaltrainer Julian Nagelsmann den Angreifer für das WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei in den Kader. Adeyemi verblieb jedoch während des deutlichen 6:0-Erfolgs auf der Ersatzbank.
Die Geldstrafe und die gemeinnützige Arbeit sind die unmittelbaren Folgen von Adeyemis Handeln. Während der Verein die Angelegenheit direkt aufgriff, bekannte sich der Spieler öffentlich zu mehr Verantwortungsbewusstsein. Der Vorfall hatte zwar keine Auswirkungen auf seine Nominierung für die Nationalmannschaft, doch seine künftige Rolle im Team bleibt vorerst ungewiss.






