26 March 2026, 04:09

Deutsches Kupfermuseum kämpft mit drastischen Kürzungen und Haushaltsdefizit

Schwarz-weißer architektonischer Grundriss des Kaiser Friedrich-Museums in Berlin, Deutschland, mit beschrifteten Räumen und Merkmalen.

Deutsches Kupfermuseum kämpft mit drastischen Kürzungen und Haushaltsdefizit

Das Deutsche Kupfermuseum in Krefeld-Fichtenhain kürzt seinen Betrieb deutlich

Das Deutsche Kupfermuseum in Krefeld-Fichtenhain muss aufgrund eines jährlichen Haushaltsdefizits von bis zu 80.000 Euro erhebliche Einschnitte hinnehmen. Die Einrichtung hat ihre Öffnungszeiten reduziert, Personal abgebaut und Führungen stark eingeschränkt. Dabei bleibt das Museum die einzige seiner Art in Deutschland, die sich auf Kupfer und angewandte Künste spezialisiert hat.

Die finanziellen Engpässe zwingen das Museum zu Personalabbau: Eine Restauratorin wurde entlassen, und eine Vollzeitstelle in der Forschung wurde auf Teilzeit reduziert. Die Bürozeiten beschränken sich nun auf Montag, Dienstag und Mittwoch, während der öffentliche Zugang weiter eingeschränkt wurde.

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Führungen, die früher regelmäßig angeboten wurden, finden nun nur noch mittwochnachmittags statt. Vorangemeldete Gruppen können zwar weiterhin Besuche an anderen Tagen vereinbaren, doch durch die Kürzungen erhofft sich das Museum eine jährliche Ersparnis von etwa 8.000 Euro. Trotz dieser Herausforderungen generiert die Institution weiterhin Einnahmen – vor allem durch die Verleihung von Ausstellungen an andere Häuser, was die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Externe Fachvorträge bringen zudem eine weitere Finanzsäule.

Um jüngere Zielgruppen anzusprechen, entwickelt das Museum das neue Programm "Junge Forscher entdecken". Bisher erhielt es jedoch weder von der Stadt Krefeld noch von anderen Institutionen finanzielle Unterstützung und muss das Defizit daher in Eigenregie bewältigen.

Das Deutsche Kupfermuseum bleibt mit seinem Fokus auf Kupfer und angewandte Künste einzigartig in Deutschland – ein vergleichbares Haus gibt es nicht. Die jüngsten Kürzungen sollen die Finanzen stabilisieren, doch ein jährliches Defizit bleibt bestehen. Ohne externe Förderung wird die Zukunft des Museums von weiteren Sparmaßnahmen und den bestehenden Einnahmequellen abhängen.

Quelle