Wüst: NRW steht 'unwankelbar' an der Seite aller Juden - Wüst gedenkt Hamas-Angriff: "Schlimmstes Massaker seit der Schoa"
Zum zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst die anhaltende Krise thematisiert. Er bezeichnete den Anschlag, bei dem 1.200 Menschen getötet wurden, als das schlimmste Massaker an jüdischem Leben seit der Schoa. Wüst betonte zugleich die Dringlichkeit eines Waffenstillstands und einer dauerhaften Lösung für die Gewalt im Gazastreifen.
Die aktuelle Lage in Gaza beschrieb Wüst als humanitäre Katastrophe. Zehntausende seien getötet worden, Hunderteausende litten unter Vertreibung, Krankheiten und Hunger. Der Terroranschlag von Hamas vor zwei Jahren habe den Beginn der eskalierenden Instabilität in der Region markiert, so der Ministerpräsident.
Wüst verwies auf den US-Friedensplan für Gaza als möglichen Wendepunkt. Er rief beide Konfliktparteien auf, Mut und Entschlossenheit bei der Suche nach Frieden zu zeigen. Gleichzeitig machte er Hamas für die Freilassung aller Geiseln und die Wiederherstellung der Ruhe verantwortlich.
Angesichts des wachsenden Antisemitismus verurteilte Wüst die zunehmenden Angriffe auf Jüdinnen und Juden als inakzeptabel. Nordrhein-Westfalen stehe geschlossen an der Seite der jüdischen Gemeinden in der Region und werde mit allen verfügbaren Mitteln gegen jede Form von Antisemitismus vorgehen, versicherte er.
Wüsts Äußerungen fallen in eine Phase, in der der Konflikt den Gazastreifen weiter verwüstet. Er forderte einen sofortigen Waffenstillstand, um die Gewalt zu beenden, humanitäre Hilfe zu ermöglichen und die Spirale der Blutvergießens zu durchbrechen. Der US-Vorschlag könne einen Weg aus der Krise weisen – vorausgesetzt, beide Seiten handelten entschlossen.






