Stephan Keller bleibt Düsseldorfs Oberbürgermeister nach spannender Stichwahl
Elisa GudeStephan Keller bleibt Düsseldorfs Oberbürgermeister nach spannender Stichwahl
Düsseldorfs amtierender Oberbürgermeister Stephan Keller hat die Stichwahl um seine Wiederwahl gewonnen – ein knappes Rennen, das mit Spannung verfolgt wurde. Die Abstimmung folgte einem hitzigen Wahlkampf, in dem die Grünen erstmals in der Geschichte der Stadt einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt aufgestellt hatten. Kellers Sieg fällt in eine Phase, in der seine Partei, die CDU, neue Leitlinien in den Bereichen Wohnungsbau, Sicherheit und Wirtschaftswachstum vorlegt.
Im Wahlkampf stand Keller der Grünen-Kandidatin Clara Gerlach gegenüber, die eine offensive Kampagne führte. Gerlachs Team kritisierte Kellers Abwesenheit bei einer entscheidenden Debatte und nutzte den Vorfall für eine politische Inszenierung. Trotz dieser Angriffe setzte sich Keller durch, räumte jedoch ein, dass die Taktik der Grünen für Spannungen gesorgt habe. „Da ist etwas Porzellan zerschlagen worden“, gab er zu und warnte, dass ihr Vorgehen ihnen in künftigen Koalitionsverhandlungen zum Nachteil gereichen könnte.
Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses gratulierte Gerlach Keller und bedankte sich bei ihren Unterstützer:innen. Die Grünen feierten dennoch ihren historischen Erfolg – erstmals hatten sie in Düsseldorf eine Stichwahl erzwungen –, auch wenn ihre Kandidatin letztlich unterlag.
Für die Zukunft deutete Keller eine mögliche Neuausrichtung der Bündnisse an. Statt die bestehende schwarz-grüne Koalition fortzuführen, spielte er eine Zusammenarbeit mit SPD und FDP an. Seine Wiederwahl fällt zusammen mit der Verabschiedung eines neuen politischen Programms für die Stadt. Der Plan sieht vor, die Wirtschaft zu stärken, junge Familien und Senior:innen zu unterstützen, den Wohnungsbau zu beschleunigen und die Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen.
Kellers Sieg sichert der CDU die weitere Kontrolle über das Düsseldorfer Bürgermeisteramt. Die Grünen, trotz ihrer Niederlage, haben mit der erzwungenen Stichwahl einen historischen Meilenstein gesetzt. Unterdessen rückt das neue politische Programm der Stadt in den Fokus – mit Wohnungsbau und Wirtschaftswachstum als obersten Prioritäten.






