17 March 2026, 00:37

Willowprint startet nach Brandkatastrophe in Aachen neu durch

Eine Zeichnung eines einstürzenden Gebäudes mit zerbrochenen Fenstern und einem hellen orangefarbenen und gelben Feuer im Hintergrund auf einem Papier mit etwas Text.

Willowprint startet nach Brandkatastrophe in Aachen neu durch

Willowprint, ein Start-up für umweltfreundlichen 3D-Druck, erlitt im vergangenen November einen schweren Rückschlag, als ein Brand ihren Pop-up-Store in Aachen zerstörte. Das Feuer vernichtete den gesamten Lagerbestand des Unternehmens, doch es gab keine Verletzten. Nun, mit einem neuen Standort und frischem Kapital, arbeitet das Team an der Erholung.

Der Brand brach am 14. November im Pop-up-Store von Willowprint in der Aachener Innenstadt aus. Ein Defekt im Gebäudestromnetz löste das Feuer aus, wie Ermittler bestätigten – das Start-up trägt keine Schuld. Zwar war das Gebäude selbst versichert, doch der Verlust des gesamten Lagerbestands, einschließlich aller gedruckten Materialien, blieb ungedeckt, da die Versicherung die Schadensersatzforderung für die Ware ablehnte.

Willowprint wurde von Joost Meyer und Federico Garrido gegründet, um ein zentrales Problem des 3D-Drucks anzugehen: dessen starke Abhängigkeit von Kunststoffen. Ihr Verfahren setzt stattdessen auf eine Paste aus Holzfasern und einem natürlichen Bindemittel, mit der sich vollständig recycelbare und biologisch abbaubare Bauteile herstellen lassen. Das Material lässt sich wie Holz sägen, schleifen oder verschrauben, und Abfälle können zermahlen und wiederverwendet werden.

Trotz des Rückschlags gibt es Fortschritte: Anfang Februar sicherte sich Willowprint eine Förderung von 600.000 Euro aus dem Programm "Kfw Förderung" des Landes Nordrhein-Westfalen. Zudem unterzeichnete das Unternehmen einen Mietvertrag für eine neue Industriehalle – ein wichtiger Schritt zur Wiederaufnahme der Produktion. Allerdings bleiben Details zur technologischen Weiterentwicklung seit dem Brand vage, da öffentliche Unterlagen keine Aktualisierungen über den Vorfall hinaus enthalten.

Die Förderung und der neue Arbeitsraum bieten Willowprint eine Grundlage, um die Produktion wiederaufzunehmen. Ihr holzbasiertes 3D-Druckverfahren bleibt eine nachhaltige Alternative zu Kunststoffen, doch die langfristigen Auswirkungen des Brandes auf ihre Pläne sind noch unklar. Fürs Erste konzentriert sich das Team darauf, den Verlust hinter sich zu lassen und neu durchzustarten.

AKTUALISIERUNG

Frühere Erkenntnis und Team-Erweiterung kennzeichnen Willowprints Vor-Feuermomentum

Willowprints Erfolg bei der 3D Pioneers Challenge 2024 offenbarte neue Details über seine Wachstumstrajektorie. Das Team erweiterte sich um Emilia Grüne, Ana Ferretti Martarello, Mihaela Georgieva und Christina Hömberg und sicherte seine Position als RWTH Aachen Spin-off. Diese Anerkennung ging sowohl dem November 2024 Feuer als auch der 2026 KfW-Finanzierung voraus und zeugt von durchgehender Innovation im nachhaltigen 3D-Druck.