24 March 2026, 08:10

Wie Wiesbadens Kürbis-Suppenfest aus einer Skulptur ein Gemeinschaftserlebnis machte

Collage aus vier Fotos, die den Suppenzubereitungsprozess zeigen: gewürfeltes Gemüse in einer Schüssel, Zutaten, die in den Topf gegeben werden, eine köchelnde Gemüse Mischung und eine fertige Schüssel Suppe, die serviert werden kann.

Wie Wiesbadens Kürbis-Suppenfest aus einer Skulptur ein Gemeinschaftserlebnis machte

Kürbis-Suppenfest in Wiesbaden: Ein lebendiges Fest für Tradition und Gemeinschaft

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eine kleine, aber lebhafte Menschenmenge versammelte sich am Samstagmorgen in Wiesbaden zum jährlichen Kürbis-Suppenfest. Rund zwei Dutzend Besucher kamen zusammen, um Rezepte auszutauschen, gemeinsam zu essen und eine ganz besondere lokale Tradition zu feiern. Die Veranstaltung gab zudem einer berühmten Kürbisskulptur neuen Glanz – einem Symbol für die kulturellen Debatten der Stadt.

Das Fest fand neben der ikonischen Kürbisskulptur statt, die der Künstler Volker StallER im Jahr 2004 schuf. Ursprünglich während des Wiesbadener Kunstsommers auf dem Dern'schen Gelände ausgestellt, war die Installation zunächst eine provokante, auffällige Arbeit: eine riesige Kürbisfigur, umgeben von Neonschildern wie "Kürbisland". Mit der Zeit entwickelte sie sich zu einem beliebten Wahrzeichen – wenn auch nicht ohne Kontroversen.

Die Skulptur war immer wieder Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen mit Anwohnern, die sich über Lärm und Vandalismus beschwerten. Dennoch wurde sie 2015 und 2022 restauriert und bleibt bis mindestens 2026 ein kultureller Treffpunkt. Auf öffentlichen Wunsch hin wurde sie später neben den Wochenmarkt verlegt, wo sie heute steht.

Jedes Jahr entsteht durch das organische Wachstum der Pflanze und künstlerische Veränderungen ein visueller "Kampf" zwischen Natur und Design. Das Fest greift dieses Thema auf und verbindet Kreativität mit Gemeinschaft. Die Besucher tauschten Rezepte für Kürbissuppe aus – von kleinen Hokkaido-Kürbissen bis hin zu riesigen Schaustück-Kürbissen – und genossen dabei selbst Schüsseln der köstlichen Suppe. Doch es gab einen Haken: Wer kosten wollte, musste zuerst die "Ode an den Kürbis" singen, eine verspielte Tradition, die fest zum Event gehört.

Das Fest folgt dem Prinzip "Geben und Nehmen" und gibt der Skulptur eine neue Rolle als sozialer Mittelpunkt. Die Veranstalter betonen, dass es Generationen, Kulturen und Geschmäcker zusammenbringt – und damit zu einem echten Highlight für Wiesbaden wird.

Aus einem einst umstrittenen Kunstwerk ist so ein Ort des Teilens und Feierns geworden. Mit einer Mischung aus kulinarischen Genüssen, Musik und Kunst dient das Kürbis-Suppenfest heute sowohl als kulturelles Wahrzeichen als auch als Gemeinschaftserlebnis. Die Skulptur bleibt vorerst bis mindestens 2026 ein zentraler Anziehungspunkt in Wiesbaden – und wird weiterhin Gespräche und Verbindungen anregen.

Quelle