Wie "Germany's Next Topmodel" vom Modelwettbewerb zum Influencer-Camp wurde
Juan AdlerWie "Germany's Next Topmodel" vom Modelwettbewerb zum Influencer-Camp wurde
„Germany’s Next Topmodel“ hat sich in fast 21 Staffeln grundlegend gewandelt. Was einst als Modelwettbewerb begann, funktioniert heute eher wie ein Influencer-Trainingslager. In der diesjährigen Ausgabe werden die Kandidatinnen sogar darauf vorbereitet, sich in Pressekonferenzen den Fragen von Boulevardreportern zu stellen.
Die von Heidi Klum moderierte Show ist seit Langem ein fester Bestandteil der deutschen Popkultur. Jede Staffel durchlaufen die Models radikale Styling-Veränderungen, und das Finale glänzt mit aufwendigen Kostümen und prominenten Gästen. Doch der Fokus hat sich verschoben – weg von der Hochglanzmode, hin zum Einfluss in den sozialen Medien.
Das diesjährige Finale findet in Hollywood statt, wo zwei Gewinnerinnen jeweils 100.000 Euro und ein Magazin-Cover erhalten. Ehemalige Teilnehmerinnen wie Stefanie Giesinger, Rebecca Mir und Lena Gercke haben aus der Show Karrierechancen entwickelt. Dennoch steht die Sendung weiterhin in der Kritik, unrealistische Schönheitsideale zu vermitteln.
Zu den Auftraggebern der diesjährigen Challenges zählen Marken wie eBay und McDonald’s – nicht mehr Vogue oder Versace. Diese Veränderung spiegelt einen größeren Trend wider: Es geht zunehmend darum, medientaugliche Persönlichkeiten zu formen, die ihr Image vermarkten können.
Die Serie prägt weiterhin die öffentliche Wahrnehmung, indem sie den Kandidatinnen eine Plattform bietet. Mit dem neuen Schwerpunkt auf Influencer-Fähigkeiten passt sich die Show einer sich wandelnden Medienlandschaft an. Das Finale in Hollywood wird einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung markieren.






