17 March 2026, 06:12

Watzke wird neuer BVB-Präsident – technische Pannen überschatten Jahresversammlung

Schwarzes und weißes Foto von Männern, die auf einem Feld Fußball spielen, mit Zuschauern im Hintergrund und einer 'Bundesliga 1978-79 Ajax 1-1 Hannover 96'-Tafel.

Watzke ist nicht mehr BVB-Geschäftsführer - Versöhnung mit Lunow - Watzke wird neuer BVB-Präsident – technische Pannen überschatten Jahresversammlung

Jahresversammlung von Borussia Dortmund: Technische Pannen verzögern Wahl – Watzke als neuer Präsident bestätigt

Die Jahresversammlung von Borussia Dortmund musste mit Verspätung beginnen, nachdem technische Probleme die Abstimmung über den Vereinspräsidenten behindert hatten. Die erstmals im hybriden Format abgehaltene Veranstaltung ermöglichte es allen 238.000 Mitgliedern, digital teilzunehmen. Trotz der Rückschläge bestätigte der Verein Hans-Joachim Watzke als neuen Präsidenten, nachdem sein Konkurrent seine Kandidatur zurückgezogen hatte.

Die Versammlung startete mit einer Stunde Verspätung, weil es Schwierigkeiten mit dem Abstimmungssystem gab. Die Mitglieder mussten warten, während die Organisatoren das Problem behoben, bevor die Sitzung beginnen konnte. Erstmals bot die Hauptversammlung eine digitale Teilnahmeoption an, was die Zugänglichkeit für Fans weltweit erweiterte.

Hans-Joachim Watzke blieb als einziger Kandidat für das Präsidentenamt übrig, nachdem Reinhold Lunow seine Bewerbung zurückgenommen hatte. Die beiden hatten im Sommer öffentlich aneinandergeraten, als Lunow überraschend seine Kandidatur bekanntgegeben hatte. Trotz der vorherigen Spannungen zeigten sie sich auf der Veranstaltung vereint: Watzke bedankte sich bei Lunow für dessen Unterstützung, während Lunow ihre gemeinsamen Erfolge würdigte.

Watzkes Führung bei Borussia Dortmund erstreckt sich über mehr als zwei Jahrzehnte, in denen der Verein zwei Meisterschaften in der Bundesliga, drei DFB-Pokal-Siege errang und zweimal das Finale der Champions League erreichte. Während seiner Amtszeit als Vorstandsvorsitzender gelingt es dem Klub zudem, sich finanziell zu stabilisieren und sportlich wieder an die Spitze zurückzukehren. Allerdings kritisierte Vorstandsmitglied Tobias Westerfellhaus die "fragwürdigen Wendungen" im Wahlkampf und betonte, der Verein müsse sich nun auf dringende Reformen konzentrieren.

Fangruppen hatten zuvor ihre Verärgerung über den öffentlichen Streit zwischen Watzke und Lunow geäußert. Der Konflikt hatte Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Vereinsführung aufkommen lassen und Forderungen nach mehr Transparenz und Geschlossenheit laut werden lassen.

Die Wahl bestätigte Watzkes anhaltenden Einfluss bei Borussia Dortmund: Er gibt sein Amt als Vorstandsvorsitzender ab, bleibt dem Verein jedoch als Präsident erhalten. Nach der Behebung der technischen Probleme und dem Abschluss der Abstimmung steht der Klub nun unter Druck, die internen Spannungen zu überwinden. Sowohl Mitglieder als auch Funktionäre betonten nach einer turbulenten Wahlkampagne die Notwendigkeit von Veränderungen.

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