25 April 2026, 10:10

Skandal im Märkischen Kreis: Tierschutzverstöße in Schweinemast enthüllt

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Schweinen in einem Stall mit einer Wand im Hintergrund und Gras auf dem Boden, mit Text unten.

Skandal im Märkischen Kreis: Tierschutzverstöße in Schweinemast enthüllt

Schweinemastbetrieb im Märkischen Kreis: Schwerwiegende Verstöße gegen den Tierschutz aufgedeckt

Ein Schweinezuchtbetrieb im Märkischen Kreis (Nordrhein-Westfalen) ist wegen gravierender Verstöße gegen den Tierschutz in die Kritik geraten. Verdeckt aufgenommene Videoaufnahmen zeigen verletzte Schweine, tote Ferkel und heruntergekommene Stallanlagen – die Behörden und Branchenaufseher reagierten umgehend mit Konsequenzen.

Die Tierrechtsorganisation Aninova hatte die Zustände auf dem Betrieb dokumentiert und ein Video auf Instagram veröffentlicht. Die Aufnahmen, die bereits über eine halbe Million Mal aufgerufen wurden, lösten mit ihren erschütternden Szenen eine Welle der Empörung aus. Der betroffene Landwirt, der zugleich Geschäftsführer des Rheinland-Nassau Bauern- und Winzerverbandes ist, muss sich nun wegen einer Strafanzeige vor den Behörden verantworten.

Am 14. Oktober führte das QS-Prüfsystem eine Sonderkontrolle des Betriebs durch. Die Prüfer entdeckten tote Tiere und inakzeptable Haltungsbedingungen, woraufhin der Hof umgehend aus dem QS-System ausgeschlossen wurde. Der zuständige Auditor, der den Betrieb ursprünglich zertifiziert hatte, wurde wegen Befangenheitsbedenken vorläufig von allen weiteren QS-Prüfungen – unabhängig von der Tierart – suspendiert.

Eine parallele Untersuchung durch das örtliche Veterinäramt bestätigte am selben Tag Verstöße gegen Tierschutz- und Hygienevorschriften. Später wurde bekannt, dass der Betrieb bereits bei früheren Kontrollen durchgefallen war. Der Rheinland-Nassau Bauern- und Winzerverband lehnte eine Stellungnahme ab und gab an, von der Existenz des Betriebs keine Kenntnis gehabt zu haben.

Aninova kritisierte die Doppelfunktion des Landwirts scharf: Seine öffentliche Fürsprache für landwirtschaftliche Standards stehe im krassen Widerspruch zu den Zuständen auf seinem eigenen Hof.

Der Betrieb wurde aus dem QS-Zertifizierungssystem gestrichen, dem Landwirt drohen rechtliche Konsequenzen. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur Kontrolle in der Nutztierhaltung auf – sowohl Behörden als auch Tierschutzverbände fordern nun eine konsequentere Durchsetzung der bestehenden Vorschriften.

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