28 June 2026, 20:08

Podcaster Ben Berndt lehnt LfM-Forderung zu Höcke-Interview ab

Medienaufsicht zielt auf 'Ben Ungescripted' Podcast mit Höcke

Podcaster Ben Berndt lehnt LfM-Forderung zu Höcke-Interview ab

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat den Podcaster Ben Berndt angewiesen, ein Interview mit Björn Höcke zu überarbeiten. Betroffen ist eine Folge von ungeskriptet (Ungefiltert), die bereits über sechs Millionen Mal gestreamt wurde. Berndt weigert sich, der Aufforderung nachzukommen, und wirft dem Land Zensur vor.

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Die Rechtsabteilung der LfM schickte ein Schreiben an Berndts Firma, die ungeskriptet media GmbH, und forderte darin bis zum 30. Juni Änderungen an der Höcke-Folge. Die Behörde begründet dies damit, dass Berndt Höckes Darstellung seiner rechtlichen Verurteilungen wegen der Verwendung des Slogans „Alles für Deutschland“ weder eingeordnet noch korrigiert habe.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Folge in der Kritik steht. Berndt hatte sie bereits nach einem Hinweis der früheren AfD-Co-Vorsitzenden Frauke Petry auf eine sachliche Ungenauigkeit überarbeitet. Die LfM weist die Zensurvorwürfe zurück und bezeichnet ihre Mitteilung als eine milde Empfehlung, um mögliche Mängel aufzuzeigen.

Seit 2020 überwachen die Landesmedienanstalten bestimmte Online-Inhalte. Die nordrhein-westfälische Behörde hat bisher 38 solche Hinweise erteilt.

Berndt hat erklärt, keine nachträglichen Änderungen an der Folge vorzunehmen. Auf X erklärte er, eine Unterwerfung unter die Forderung würde andere Podcaster zu Selbstzensur ermutigen. Die LfM hält daran fest, dass es sich um ein standardmäßiges Verfahren handele – nicht um einen Akt der Zensur.

Quelle