Kreis Euskirchen testet Krisenmanagement bei simuliertem Erdbeben der Stärke 6,5
Elisa GudeKreis Euskirchen testet Krisenmanagement bei simuliertem Erdbeben der Stärke 6,5
Kreis Euskirchen testet Krisenmanagement in Großübung
Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine groß angelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um seine Fähigkeiten im Krisenmanagement zu überprüfen. Das Szenario sah ein schweres Erdbeben im nördlichen Teil des Kreises vor, das schnelle Reaktionen und eine abgestimmte Zusammenarbeit der Einsatzkräfte erforderte.
Grundlage der Übung war die Risikobewertung der Bundesregierung aus dem Jahr 2019, die die Kölner Bucht als Erdbebenregion mit einer Gefährdungsstufe von 2 bis 3 einstuft. Simuliert wurde ein Beben der Stärke 6,5, das weitreichende Schäden verursachte und Rettungseinsätze, medizinische Versorgung sowie Evakuierungen notwendig machte.
Rund 100 ehrenamtliche und hauptberufliche Einsatzkräfte nahmen teil, darunter Feuerwehrleute aus der Stadt Mechernich. Frank Eichen, Gerd Geller, Oliver Geschwind, Alexander Kloster, André Leisten, Achim Nießen, Jens Schreiber und Michael Züll vertraten Mechernich im Führungsstab. Dieses Team, das auf der Führungsebene D agiert, bildet den taktischen und operativen Kern des Kreises für Großschadenslagen.
Die Übung prüfte die Fähigkeit des Stabes, schnell Einsatzkräfte zu koordinieren, Ressourcen zu verteilen, Kommunikationswege aufzubauen und mit mehreren Behörden zusammenzuarbeiten. Dem Führungsstab gehörten Einsatzkräfte aller kommunalen Feuerwehren des Kreises an, unterstützt von Fachberatern.
Landrat Markus Ramers lobte die Übung als wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung langfristiger Krisenmanagementstrukturen. Die Simulation bestätigte die Wirksamkeit der Zusammenarbeit der Rettungsdienste und zeigte zugleich Ansatzpunkte für weitere Verbesserungen auf.
