NRW plant Kita-Reform: Kernbetreuungszeiten gegen Personalmangel
Nordrhein-Westfalens Kinderministerin Verena Schäffer unterstützt Pläne für Kernbetreuungszeiten in Kitas
Die Kinderministerin von Nordrhein-Westfalen, Verena Schäffer, befürwortet die Einführung von Kernöffnungszeiten in Kindertagesstätten. Der geplante Entwurf des Kindertagesbetreuungsgesetzes sieht vor, dass Einrichtungen mit einem kleineren Stammpersonal fünf Stunden am Tag betrieben werden, während zusätzliche Kräfte die übrigen "Randzeiten" abdecken.
Nach dem neuen Modell würden Kitas ihren Tagesablauf in zwei Phasen unterteilen: Ein festes Team aus voll qualifizierten Fachkräften wäre während der fünf Hauptbetreuungsstunden im Einsatz. Für den Rest des Tages würden ergänzende Mitarbeiter:innen übernehmen, die nur zwei statt drei Jahre ausgebildet sind.
Schäffer begründet die Reform mit dem akuten Personalmangel, der das aktuelle System an seine Grenzen bringe. Die Neuregelung solle Betreiber:innen eine zuverlässigere Planung ermöglichen und als Puffer dienen, wenn Stellen unbesetzt bleiben. Kritiker:innen warnen jedoch, dass die verkürzte Ausbildung des Randzeiten-Personals die Betreuungsqualität insgesamt gefährden könnte.
Ähnliche Modelle wurden bereits in anderen Bundesländern erprobt, etwa in Bayern, wo Kernzeiten zu längeren Öffnungszeiten und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitrugen. Allerdings gab es dort auch Herausforderungen, darunter höhere Kosten und anhaltende Personalengpässe. In Ländern wie Schweden und Dänemark funktionieren flexible Kernzeiten seit den 1990er-Jahren erfolgreich und erreichen eine Betreuungsabdeckung von über 90 Prozent – allerdings basierend auf massiven Investitionen in Personal und Infrastruktur.
Ziel der geplanten Änderungen ist es, den Druck auf Kita-Träger zu verringern, die mit Nachwuchssorgen kämpfen. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es die Personalstruktur reformieren, ohne dass Einrichtungen schließen müssten. Langfristig bleibt jedoch ungewiss, wie sich die Reform auf Betreuungsstandards und die Stabilität der Belegschaft auswirken wird.
Political fallout as former minister steps down over Kita reform backlash
The Kita reform debate intensified after the resignation of former NRW Family Minister Paul, who faced pressure over the proposed core hours model.
- Paul's resignation followed fierce criticism from welfare groups like Freie Wohlfahrtspflege, which called the plan a 'qualitätsabsenkung'.
- Critics warned that 45-hour care packages would leave children 'only betreut' instead of properly educated.
- The funding compromise (200 million Euro boost until 2030/31) also sparked accusations of broken promises.






