Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – IT-Systeme seit Tagen offline
Jenny KühnertCyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – IT-Systeme seit Tagen offline
Stadtwerke Detmold von schwerem IT-Ausfall nach Cyberangriff betroffen
Nach einem Cyberangriff am Montag kämpfen die Stadtwerke Detmold mit einem massiven IT-Ausfall. Die Attacke legte weite Teile der Unternehmenssysteme lahm, darunter die Website und die Kundenservice-Hotlines. Zahlreiche Online-Dienste, etwa die Übermittlung von Zählerständen, sind weiterhin nicht verfügbar.
Der Vorfall deckte gravierende Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur des Versorgers auf. Zwei Systeme – darunter eines mit dem veralteten Windows Server 2003 R2 – waren eine Woche lang ungeschützt und öffentlich im Internet zugänglich. Ermittler stießen zudem auf veraltete PHP-Skripte aus dem Jahr 2013 und andere nicht mehr unterstützte Software, die noch immer im Einsatz war.
Die Landespolizei (LKA) wurde eingeschaltet und untersucht den Sicherheitsvorfall. Zwar bleibt die Versorgungssicherheit für Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme unbeeinträchtigt, doch könnten Kundendaten kompromittiert worden sein. Ob persönliche Informationen abflossen, steht bisher nicht fest.
Auch mehr als zwölf Stunden nach dem Angriff sind die Stadtwerke weiterhin nicht erreichbar. Auf der Startseite wird mittlerweile auf den großflächigen IT-Ausfall hingewiesen. Auch die Telefonleitungen, einschließlich des Kundenservice, sind ausgefallen – Nutzer bleiben damit ohne Unterstützung.
Das Unternehmen arbeitet an der Wiederherstellung der Dienste, doch ein Zeitplan für die Behebung steht noch aus. Die Behörden prüfen weiterhin das Ausmaß des Angriffs und mögliche Datenlecks. Kunden werden aufgefordert, die Updates des Versorgers zu verfolgen, während die Ermittlungen laufen.






