Neuer Castor-Transport erreicht Ahaus unter strengen Sicherheitsvorkehrungen
Juan AdlerNeuer Castor-Transport erreicht Ahaus unter strengen Sicherheitsvorkehrungen
Am frühen Mittwochmorgen traf eine neue Lieferung mit atomarem Abfall in Ahaus ein. Der Transport, der einen Castor-Behälter aus dem Forschungszentrum Jülich beförderte, stand unter strenger Bewachung durch Sicherheitskräfte. Entlang der Strecke versammelten sich Demonstranten – ähnlich wie bei früheren Protesten gegen solche Lieferungen.
Der Konvoi verließ Jülich gegen 10 Uhr und legte rund 170 Kilometer durch Nordrhein-Westfalen zurück. Während der Fahrt, die von etwa 2.400 Einsatzkräften gesichert wurde, gab es keine Zwischenfälle. Strahlenschutzteams, Anti-Drohnen-Einheiten und Spezialkräfte begleiteten den Transport.
Es handelte sich um die erste größere Lieferung nach Ahaus seit 1994, als es zu Massenprotesten gekommen war. In den vergangenen 28 Jahren wurden dort 38 Castor-Behälter aus den Kernkraftwerken Neckarwestheim und Gundremmingen eingelagert. Das Zwischenlager liegt etwa zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.
Oppositionspolitiker, darunter der SPD-Abgeordnete Alexander Vogt, kritisieren die anhaltenden Transporte. Sie argumentieren, dass eine bessere Planung weitere Lieferungen hätte vermeiden können. Die Landesregierung hingegen rechnet mit einem "Gewöhnungseffekt" und geht davon aus, dass höchstens drei Castor-Transporte gleichzeitig stattfinden werden.
Der jüngste Behälter wurde inzwischen im Zwischenlager Ahaus sicher verwahrt. Die Behörden betonen, dass alle Sicherheitsvorkehrungen während des Transports vollumfänglich wirksam waren. Weitere Transporte könnten folgen, doch die Verantwortlichen streben an, deren Häufigkeit und Umfang zu begrenzen.






