17 March 2026, 02:08

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Eine Silbermedaille mit einem Porträt von Karl Marx auf einem weißen Hintergrund.

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Die belarussische Aktivistin Maria Kalesnikawa hat am Samstag in Aachen den Internationalen Karlspreis erhalten. Die Auszeichnung, die ihr ursprünglich vor vier Jahren zugesprochen wurde, würdigt ihren Einsatz für Demokratie in Belarus. Kalesnikawa saß zu diesem Zeitpunkt im Gefängnis, lebt aber mittlerweile nach ihrer jüngsten Freilassung in Deutschland.

Der Karlspreis zeugt von Verdiensten um die europäische Einigung. Im Jahr 2020 wurde kein Preisträger benannt, doch die Auszeichnung für 2020/2021 ging an Klaus Iohannis. Den Preis des Jahres 2022 teilte sich Kalesnikawa mit den belarussischen Oppositionellen Swjatlana Zichanouskaja und Veronika Zepkalo.

Trotz der Spuren, die ihre Haftzeit hinterlassen hat, genießt Kalesnikawa nun ihre Freiheit. Bewundernd durchstreift sie die historischen Gassen Aachens, wo vergangene Leistungen sorgsam bewahrt werden. In ihrer Dankesrede betonte sie die Notwendigkeit internationaler Unterstützung für die Belarussen, die sich gegen Unterdrückung stellen.

Seit ihrer Entlassung arbeitet sie eng mit Zichanouskaja und Zepkalo zusammen, um demokratischen Wandel voranzutreiben. Sie erwartet von den europäischen Führungsfiguren, Belarus als zukünftigen Partner zu sehen und die Opposition im Kampf gegen die Diktatur zu stärken. Trotz aller Hindernisse bleibt sie zuversichtlich, dass eines Tages ein demokratisches Belarus entstehen wird.

Der Karlspreis unterstreicht Kalesnikawas langjährigen Kampf für die Menschenrechte in Belarus. Ihre Freilassung und Übersiedlung nach Deutschland ermöglichen es ihr, ihren Aktivismus fortzusetzen. Nun ruft sie Europa auf, an der Seite der Belarussen für Freiheit und Demokratie einzustehen.

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