Mainz feiert 200 Jahre Karnevalstradition mit exklusiver Stadtführung
Mainz bereitet sich auf die Karnevalssaison vor – mit einer besonderen Führung am 12. November
Unter dem Titel „Mainzer Karneval seit 1814“ lädt die Stadt zu einer Entdeckungsreise durch die tiefen Wurzeln des Festes ein. Mit seinen prächtigen Umzügen, maskierten Bällen und beißender politischer Satire prägt der Karneval seit jeher das Gesicht Mainzer Kultur.
Die Ursprünge des Mainzer Karnevals reichen über zwei Jahrhunderte zurück. Unter französischer Herrschaft im frühen 19. Jahrhundert formte sich das Fest, inspiriert von den Idealen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Bereits 1837 legte der Krähwinkler Landsturm-Umzug den Grundstein für die heutigen prunkvollen Rosenmontagszüge.
Im Kern war der Karneval schon immer ein Ventil für freie Meinungsäußerung und den spöttischen Umgang mit den Mächtigen. Die Büttenrede, eine bei den Feierlichkeiten vorgetragene satirische Ansprache, entstand vermutlich in der Vormärzzeit (1815–1848), als politische Kritik oft gefährlich war. Offiziell beginnt die Session zwar am 11. November, doch richtig in Schwung kommt der Karneval erst ab dem 1. Januar.
Franz Winkler, Major der Mainzer Kleppergarde, führt durch die Veranstaltung und berichtet, wie sich der Karneval über die Jahrhunderte gewandelt hat – und warum er für die Stadt bis heute unverzichtbar bleibt. Denn auch außerhalb der Wintermonate halten hunderte Karnevalsvereine und Garden die Tradition das ganze Jahr über lebendig.
Die Führung am 12. November zeigt, wie der Karneval die Identität Mainzer geprägt hat. Mit seiner Mischung aus Humor, Rebellion und Gemeinschaftsgeist wirkt das Fest bis in den Alltag hinein. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit zu verstehen, warum Mainz zu den Hochburgen des deutschen Karnevals zählt.






