KSI in der Kritik: Alter Witz über Gewalt gegen Schwangere sorgt für Empörung
Juan AdlerKSI in der Kritik: Alter Witz über Gewalt gegen Schwangere sorgt für Empörung
„Britain’s Got Talent“-Juror KSI gerät nach wiederaufgetauchtem Witz über Gewalt gegen Schwangere in die Kritik
Der Britain’s Got Talent-Juror und YouTuber KSI sieht sich mit scharfer Kritik von Initiativen gegen häusliche Gewalt konfrontiert, nachdem ein alter Witz von ihm über Gewalt gegen schwangere Frauen wieder aufgekommen ist. Die Äußerung, die er 2017 in einem YouTube-Video gemacht hatte, wird nun als Verharmlosung von Misshandlung scharf verurteilt. KSI hat mittlerweile eingeräumt, dass die Bemerkung falsch war, und bedauert seine damalige Wortwahl.
Auslöser der Kontroverse ist ein inzwischen gelöschtes Video, in dem KSIs Mutter ihm riet, ein Kondom zu benutzen. Daraufhin antwortete er: „Wenn sie schwanger wird, boxe ich einfach das Baby.“ Der Clip, der ursprünglich 2017 hochgeladen wurde, zirkuliert nun wieder im Netz.
Eine Sprecherin der Organisation Women’s Aid verurteilte den „Witz“ und betonte, dass solche Aussagen die Schwere häuslicher Gewalt herunterspielten. Die Hilfsorganisation warnte, dass die Normalisierung gewaltverherrlichender Sprache zu einer Kultur beitrage, in der Misshandlung bagatellisiert oder entschuldigt werde.
Mittlerweile hat sich KSI zu der Kritik geäußert. Er bezeichnete seine damaligen Aussagen als „dumm und falsch“ und zeigte Reue für seine Wortwahl.
Der Vorfall wirft erneut Fragen über die Auswirkungen gewaltverherrlichender Rhetorik in der öffentlichen Debatte auf. KSIs Entschuldigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Aktivistinnen und Aktivisten die ernste Auseinandersetzung mit häuslicher Gewalt einfordern. Das Video ist zwar nicht mehr verfügbar, doch seine erneute Verbreitung hat die Diskussion über die Verantwortung für frühere Aussagen wieder entfacht.






