Kölner Stadtrat streitet erneut über Umbenennung von Spielplätzen in Aktivitätsbereiche
Jenny KühnertKölner Stadtrat streitet erneut über Umbenennung von Spielplätzen in Aktivitätsbereiche
Der Kölner Stadtrat wird eine Debatte über die Umbenennung von Spielplätzen in Spiel- und Aktivitätsbereiche erneut aufgreifen. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, ob der Begriff „Spielplatz“ Jugendliche unrechtmäßig von der Nutzung dieser Flächen ausschließt. Eine endgültige Entscheidung wird auf der kommenden Ratssitzung am 4. September fallen.
Vor zwei Jahren hatte der Jugendhilfeausschuss einstimmig beschlossen, die Beschilderung der Spielplätze anzupassen, um eine breitere Nutzung widerzuspiegeln. Vertreter der Stadt argumentierten damals, dass der Begriff „Spielplatz“ den Eindruck erwecke, diese Flächen seien ausschließlich für Kinder gedacht – Jugendliche fühlten sich dadurch oft nicht willkommen. Der vorgeschlagene neue Name „Spiel- und Aktivitätsbereiche“ soll deutlich machen, dass die Anlagen für alle jungen Menschen gedacht sind.
Bürgermeisterin Henriette Reker hat sich gegen die Umbenennung ausgesprochen. Sie hält die gesamte Debatte für überflüssig und unterstützt keine Änderung der bisherigen Terminologie. Ihre Haltung steht damit im Widerspruch zum früheren Beschluss des Ausschusses und lässt eine erneute kontroverse Diskussion erwarten.
Der Rat wird im September über das Thema abstimmen. Bei einer Zustimmung würden die Änderungen der Beschilderung flächendeckend in Köln umgesetzt. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Stadt die inklusivere Bezeichnung für ihre Freizeitflächen übernimmt.
