Kölner Seilbahn-Projekt soll ÖPNV-Lücken mit 125-Millionen-Plan schließen
Juan AdlerKölner Seilbahn-Projekt soll ÖPNV-Lücken mit 125-Millionen-Plan schließen
Seilbahn-Projekt könnte den ÖPNV in Köln revolutionieren
Ein geplantes Seilbahnsystem könnte den öffentlichen Nahverkehr in Köln schon bald auf den Kopf stellen. Vier Absolventen der Technischen Hochschule Köln haben zwei zentrale Strecken entworfen, um Lücken im bestehenden Netz der Stadt zu schließen. Das auf 125 Millionen Euro geschätzte Vorhaben verspricht eine schnellere und umweltfreundlichere Möglichkeit, durch die Stadt zu reisen.
Die Idee gewann an Fahrt, nachdem eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2023 ihre Umsetzbarkeit bestätigt hatte. Das Team um Moritz Kampschulte plante eine sieben Kilometer lange Strecke vom Chorweiler Zentrum bis nach Leverkusen mit sieben Haltestellen. Eine zweite Route würde vom Zoo über den Deutzer Hafen bis zum Ubierring führen, mit Optionen für eine zusätzliche Ost-West-Verbindung.
Die Seilbahn würde mit konstanter Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde fahren – und damit Busse, Züge und Autos gleichziehen. Anders als beim Bau einer U-Bahn entstünden keine Emissionen, und die Umweltbelastung wäre deutlich geringer. Befürworter argumentieren, dass das System Stadtteile direkter verbinden und Fahrzeiten verkürzen könnte.
Trotz der Begeisterung wird es vor den Kommunalwahlen 2027 jedoch keine endgültige Entscheidung geben. Bei einer Genehmigung könnte das Projekt aber zügig umgesetzt werden und eine moderne Alternative zu den aktuellen Verkehrsmitteln in Köln bieten.
Der 125-Millionen-Euro-Plan ließe sich nahtlos in das bestehende Netz aus Bussen und Bahnen integrieren. Durch den emissionsfreien Betrieb und die kurze Bauzeit wäre die Seilbahn eine attraktive Option für die Stadt. Die Entscheidung 2027 wird zeigen, ob aus der Vision Wirklichkeit wird.






