Kiekert beantragt vorläufige Insolvenz – doch die Produktion läuft weiter
Juan AdlerChinesischer Eigentümer möchte Kiekert behalten - Kiekert beantragt vorläufige Insolvenz – doch die Produktion läuft weiter
Kiekert, der weltweit führende Zulieferer für Automobil-Verriegelungssysteme, hat vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet. Der Schritt folgt auf finanzielle Schwierigkeiten, die mit dem chinesischen Eigentümer Lingyun zusammenhängen, der das Unternehmen 2012 übernommen hatte. Trotz des Rückschlags laufen die täglichen Geschäftsaktivitäten an allen Kiekert-Standorten wie gewohnt weiter.
Die Insolvenz ist auf Lingyuns Unfähigkeit zurückzuführen, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und weitere Mittel bereitzustellen. Die Kiekert-Führung hatte zuvor versucht, sich vom chinesischen Anteilseigner zu trennen, um das Wachstum zu beschleunigen. Lingyun hat jedoch nun erklärt, die Mehrheit am Spezialisten für Autoverriegelungen behalten zu wollen.
Alle 4.500 Mitarbeiter weltweit erhalten bis mindestens November weiterhin ihr Gehalt. Von den Insolvenzverfahren sind die ausländischen Tochtergesellschaften Kiekerts in Europa, Asien und Nordamerika nicht betroffen. Lingyun hat zugesichert, eine vollständige Insolvenz zu vermeiden, die Gläubiger zu befriedigen und die langfristige Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Kiekert bleibt trotz der finanziellen Herausforderungen operativ tätig. Unternehmensführung und Lingyun arbeiten daran, die Lage zu stabilisieren, während Produktion und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Das Ergebnis wird zeigen, ob Kiekert unter der aktuellen Eigentümerschaft weitergeführt wird oder einen anderen Weg einschlägt.






