Hürth passt 2026 Gebühren für Wasser, Abfall und Straßenreinigung an – wer profitiert, wer zahlt mehr?
Juan AdlerHürth passt 2026 Gebühren für Wasser, Abfall und Straßenreinigung an – wer profitiert, wer zahlt mehr?
Die Stadtwerke Hürth haben die neuen Gebühren für 2026 bekannt gegeben, nachdem der Aufsichtsrat Anpassungen bei den Entsorgungs-, Abwasser-, Straßenreinigungs- und Wasserversorgungskosten beschlossen hat. Die Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund steigender Betriebskosten, die durch Überschüsse aus den Vorjahren teilweise ausgeglichen werden.
Für Haushalte bedeutet dies eine Mischung aus Preiserhöhungen und -senkungen bei verschiedenen Leistungen.
In den vergangenen fünf Jahren waren die Abwasser- und Niederschlagswassergebühren insgesamt um 15 bis 20 Prozent gestiegen – von 2,50 Euro pro Kubikmeter im Jahr 2021 auf 3,00 Euro im Jahr 2025. Die Erhöhungen waren auf strengere EU-Wasservorschriften, lokale Infrastrukturmaßnahmen – darunter Kanalausbauprojekte mit Kosten von über 10 Millionen Euro – sowie inflationsbedingte Preissteigerungen nach der Energiekrise 2022 zurückzuführen.
2026 sinken die Abwassergebühren jedoch von 2,94 auf 2,81 Euro pro Kubikmeter, da Überschüsse umverteilt werden. Auch die Niederschlagswassergebühren verringern sich leicht – von 1,68 auf 1,65 Euro pro Quadratmeter. Andere Leistungen werden hingegen teurer: Die Frischwasserpreise steigen von 2,31 auf 2,50 Euro pro Kubikmeter, während die Straßenreinigungskosten von 2,73 auf 3,36 Euro pro laufendem Meter Grundstücksfront ansteigen.
Auch die Abfallentsorgungsgebühren erhöhen sich: Eine 120-Liter-Tonne, die 26-mal im Jahr geleert wird, kostet künftig 372 statt bisher 339 Euro. Als Gründe nannte das Unternehmen höhere Personalkosten, Deponiegebühren und Abschreibungen auf jüngste Investitionen.
Ein typischer Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus wird 2026 insgesamt 1.716,48 Euro für kommunale Leistungen zahlen – 3,27 Prozent mehr als die 1.662,09 Euro im Vorjahr.
Die neue Gebührenstruktur tritt 2026 in Kraft, wobei einige Leistungen günstiger werden, während andere teurer ausfallen. Die Gesamtbelastung für einen Durchschnittshaushalt bleibt unter vier Prozent und spiegelt sowohl finanzielle Herausforderungen als auch den Einsatz von Überschüssen aus früheren Jahren wider.
Die Stadtwerke Hürth führen die Anpassungen auf eine Kombination aus regulatorischen Vorgaben, Infrastrukturinvestitionen und den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurück.






