27 June 2026, 20:06

Forscher entwickeln bakterielle Alternative zu synthetischen Pestiziden mit Millionenförderung

Nachhaltige Pestizide für die Landwirtschaft

Forscher entwickeln bakterielle Alternative zu synthetischen Pestiziden mit Millionenförderung

Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) entwickelt eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Pestiziden. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Herstellung umweltfreundlicher Pyrethrin-Verbindungen mithilfe von Bakterien. Die Finanzierung erfolgt durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Die Nachwuchsforschungsgruppe von Dr. St. Elmo Wilken am Institut für Quantitative und Theoretische Biologie der HHU leitet die Initiative. Im Rahmen des Projekts PyreComm soll ein skalierbarer, halb-synthetischer Bioprozess für Pyrethrine entwickelt werden – natürliche Bioinsektenvernichtungsmittel, die in der Dalmatinischen Insektenblume vorkommen. Die deutsche Bundesregierung fördert die Arbeit im Rahmen ihrer Nationalen Bioökonomiestrategie mit rund 2,7 Millionen Euro.

Das Vorhaben ist Teil des Förderprogramms „Kreative Nachwuchstalente für die Bioökonomie“, das junge Wissenschaftler:innen dazu anregt, innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu erforschen. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die „Farm-to-Fork-Strategie“ der EU, die eine schnellere Zulassung des neuen Pestizids ermöglichen könnte.

Pyrethrine wirken effektiv gegen Schädlinge, bauen sich jedoch schnell ab, was die Belastung für Nützlinge und die Umwelt verringert. In den kommenden fünf Jahren will das Team den Produktionsprozess optimieren – mit Fokus auf Effizienz und Skalierbarkeit.

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Ziel ist es, schädliche synthetische Pestizide durch eine erneuerbare, bakterienbasierte Alternative zu ersetzen. Damit trägt das Projekt zur Vision einer Kreislaufwirtschaft bei, indem Rohstoffe effizienter genutzt werden. Eine Zulassung nach EU-Standards könnte den Einsatz in der Landwirtschaft beschleunigen.

Quelle