26 June 2026, 22:08

Falsches Rheinbahn-Ticket in Düsseldorf: Betrüger locken mit 2,35-Euro-Angebot

Nein, die Rhein-Ruhr-Verkehrsgesellschaft gibt keine 6-Monats-Tickets für 2,35 Euro weg

Falsches Rheinbahn-Ticket in Düsseldorf: Betrüger locken mit 2,35-Euro-Angebot

Gefälschter Facebook-Beitrag kursiert in Düsseldorf: Unbegrenztes Nahverkehrsticket für nur 2,35 Euro

In Düsseldorf verbreitet sich derzeit ein gefälschter Facebook-Beitrag, der sechs Monate unbegrenztes Fahren für lediglich 2,35 Euro anbietet. Die Seite gibt sich als die Düsseldorfer Verkehrsbetriebe Rheinbahn aus, steht jedoch in keiner offiziellen Verbindung zum Unternehmen. Die Rheinbahn hat bestätigt, dass sowohl das Ticketangebot als auch der angebliche Jubiläumshinweis schlicht erfunden sind.

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Der betrügerische Beitrag wurde zwischen dem 2. und 16. Juli über gezielte Facebook-Werbung verbreitet und erreichte Hunderte Nutzerinnen und Nutzer im Raum Düsseldorf. Die erst kürzlich erstellte Seite zählte lediglich zehn Follower und nutzte Bots, um Kommentare und Interaktionen vorzutäuschen. Nutzer wurden auf eine Website weitergeleitet, die zwar das Logo der Rheinbahn zeigte, jedoch eine andere Domain nutzte und kein Impressum aufwies.

Nach dem Beantworten einiger Fragen wurden die Nutzer aufgefordert, persönliche Daten einzugeben – darunter auch Kreditkartennummern. Betroffene berichteten später, dass sie nach der anfänglichen Zahlung von 2,35 Euro zu weiteren Überweisungen aufgefordert wurden, jedoch nie ein Ticket erhielten.

Dieser Vorfall ist Teil eines größeren Musters: Über 1.000 gefälschte Facebook-Seiten, die sich als lokale Verkehrsbetriebe ausgeben, wurden in mehr als 60 Ländern identifiziert. Um solche Desinformationen zu bekämpfen, arbeitet das Recherchezentrum CORRECTIV seit 2017 mit Meta zusammen, um falsche Inhalte auf der Plattform zu entfernen.

Die Rheinbahn hat das angebliche Angebot inzwischen als Betrug entlarvt. Nutzer, die Zahlungsdaten preisgegeben haben, könnten Opfer eines Datenmissbrauchs geworden sein. Behörden und Plattformen wie Meta setzen ihre Bemühungen fort, betrügerische Seiten zu löschen und Nutzer vor solchen Machenschaften zu schützen.

Quelle