24 March 2026, 02:10

Fahrradunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Warum Herbst und Winter besonders gefährlich sind

Eine Gruppe von Menschen, die nachts mit Fahrrädern eine Stadtstraße entlangfahren, alle tragen Helme.

Fahrradunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Warum Herbst und Winter besonders gefährlich sind

Fahrradunfälle bleiben ein anhaltendes Problem im Rhein-Kreis Neuss

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Besonders in den Herbst- und Wintermonaten, wenn nasse Straßen und schlechtere Sichtverhältnisse die Bedingungen verschlechtern, sind Radfahrer im Rhein-Kreis Neuss weiterhin einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Zwar liegen die endgültigen Zahlen für das gesamte Jahr noch nicht vor, doch erste Berichte zeigen, dass die Gefahren für Radfahrer im gesamten Kreisgebiet bestehen bleiben.

Im Oktober 2025 verzeichnete der Kreis 21 Fahrradunfälle – ein Rückgang im Vergleich zu den Spitzenwerten im Sommer, aber dennoch eine besorgniserregende Zahl. Bei einem Vorfall in Dormagen missachtete ein 14-jähriger E-Bike-Fahrer die Vorfahrt und kollidierte schwer mit einem anderen Verkehrsteilnehmer. Später im selben Monat verletzte sich ein weiterer Radfahrer, als sich sein Reifen in den Straßenbahnschienen auf einer rutschigen Straße verkeilte.

Im November häuften sich die schweren Unfälle: Drei schwere Vorfälle wurden gemeldet. In Grevenbroich stürzte ein alkoholisierter Radfahrer allein, nachdem er auf nassem Laub die Kontrolle verloren hatte, und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Diese Fälle bestätigen einen größeren Trend: Vorläufigen Daten zufolge gab es 2025 im Kreisgebiet 609 Fahrradunfälle, darunter sieben Todesfälle und über 100 schwere Verletzungen.

Die Behörden betonen, dass die Sicherheit sowohl von Radfahrern als auch von Autofahrern abhängt. Radfahrer werden aufgefordert, Helme zu tragen, helle oder reflektierende Kleidung zu verwenden und ihre Fahrräder mit funktionierenden Beleuchtungen auszustatten. Auch die Einhaltung der Verkehrsregeln – wie ausreichender Abstand, die Nutzung von Radwegen und die Beachtung der Vorfahrt – verringert die Risiken. Gleichzeitig müssen Autofahrer besonders wachsam sein und defensiv fahren, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen.

Die jüngsten Unfälle unterstreichen die Gefahren, denen Radfahrer in den kälteren Monaten ausgesetzt sind. Durch nasse Straßen, Laub und kürzere Tage steigt das Risiko – sowohl Radfahrer als auch Autofahrer sind daher zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Einfache Vorsichtsmaßnahmen wie Helme, Beleuchtung und die Einhaltung der Verkehrsregeln könnten viele dieser Unfälle verhindern.

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