Dortmunds neuer Oberbürgermeister bricht 80-jährige SPD-Ära
Dortmund hat nach fast 80 Jahren erstmals einen nicht der SPD angehörenden Oberbürgermeister. Alexander Kalouti, ein 57-jähriger CDU-Politiker, trat sein Amt am 30. Oktober 2025 an. Seine Wahl beendet die jahrzehntelange Vorherrschaft der SPD in der Stadt, die seit 1946 ununterbrochen den Oberbürgermeister stellte.
Kaloutis Sieg gelingt trotz der Tatsache, dass seine Partei im Stadtrat nur die zweitstärkste Fraktion stellt. Die SPD bleibt zwar die größte Gruppe, doch ohne klare Mehrheit wird er auf wechselnde Bündnisse angewiesen sein. Um seine Vorhaben durchzusetzen, setzt er auf issuebezogene Koalitionen statt auf feste Allianzen.
Noch vor seinem offiziellen Amtsantritt bereitete sich Kalouti wochenlang vor, indem er Gespräche mit Stadträten führte und die 100-seitige Hauptsatzung der Stadt studierte. Das Dokument regelt Verfahren, Regeln und Anhänge, die seine Entscheidungen prägen werden. Seine erste Ratssitzung als Oberbürgermeister ist für den 13. November 2025 angesetzt.
Die Belebung der Dortmunder Innenstadt steht ganz oben auf seiner Agenda. Mit gezielten Projekten und Partnerschaften will er dem städtischen Niedergang entgegenwirken. Sein Hintergrund als Schauspieler verleiht seiner politischen Laufbahn eine ungewöhnliche Note, doch sein Fokus liegt klar auf der kommunalen Verwaltung.
Kaloutis Amtszeit beginnt mit einem zersplitterten Stadtrat und einer langen Aufgabenliste. Sein Ansatz, Themen einzeln zu verhandeln, könnte darüber entscheiden, wie erfolgreich er seine Versprechen umsetzt. Der Wechsel weg von der SPD-Führung markiert zudem eine politische Zeitenwende für die Stadt nach Jahrzehnten der Kontinuität.






