Dortmunds Ethik-Arbeitsgruppe zur Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr untätig
Mara VogtDortmunds Ethik-Arbeitsgruppe zur Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr untätig
Dortmunder Arbeitsgruppe Ethik zu Großwildjagd seit über einem Jahr untätig
Die Arbeitsgruppe Ethik der Stadt Dortmund, die zur Untersuchung der Praxis der Großwildjagd eingerichtet wurde, liegt seit mehr als einem Jahr auf Eis. Die Arbeitsgruppe war 2023 auf Druck der Grünen und der Linken ins Leben gerufen worden. Doch mit der nahenden Messe Jagd und Hund mehren sich die Fragen nach ihrem Sinn und ihren Fortschritten.
Ursprünglich sollte die Arbeitsgruppe prüfen, ob der Verkauf von Jagd-Safaris ethisch vertretbar ist. Zudem ging es darum zu klären, ob die Großwildjagd dem Artenschutz dient oder bedrohte Tierarten weiter an den Rand des Aussterbens treibt. Im Mittelpunkt der Debatte stehen dabei Aussteller in den Dortmunder Westfalenhallen, einem zentralen Schauplatz für die Bewerbung von Jagdtourismus.
Die Grünen und andere Parteien hatten gefordert, die Arbeitsgruppe noch vor der Sommerpause mit der Arbeit zu beginnen. Doch bisher fand keine einzige Sitzung statt, und die Stadt gibt zu, dass aufgrund unvollständiger Akten keine Aufzeichnungen über Aktivitäten der Gruppe existieren. Während die CDU einen späteren Arbeitsbeginn vorgeschlagen hatte, lehnte die AfD die Arbeitsgruppe von vornherein ab.
Seit 2020 gibt es keine bekannten Änderungen in der Haltung der Bundesregierung oder anderer deutscher Städte zur kommerziellen Großwildjagd in Afrika. Angesichts dieser Untätigkeit steht Dortmunds Führung nun vor der Entscheidung: die Arbeitsgruppe zu Ergebnissen drängen oder ihr Schweigen hinnehmen.
Mit der bevorstehenden Jagd und Hund-Messe wächst der Druck auf die lokalen Verantwortlichen. Fehlende Protokolle und stockende Diskussionen haben dazu geführt, dass bisher keine Schlussfolgerungen gezogen wurden. Die Stadt muss nun entscheiden, ob sie die Arbeit der Gruppe wiederbeleben oder das Vorhaben ganz aufgeben will.
Dortmunds Ethikausschuss steht unter neuem Druck, da die Grünen Antworten fordern
Der Ethikausschuss für die Großwildjagd steht nach der Forderung der Grünen Politiker nach verzögerten Ergebnissen erneut in der Kritik. Wichtige Entwicklungen sind:
- Frist Q3 2025 für den Ethikbericht verstrichen, ohne dass dieser geliefert wurde (Drucksache 37894-25/3).
- Quartalsitzungen im Jahr 2025 fanden nicht statt, und es gibt bisher keine Bestätigung für Sitzungen im Jahr 2026 (Drucksache 37427-25/2).
- Grünen-Vertreter fordern nun Erklärungen für die anhaltenden Verzögerungen.






