05 June 2026, 13:28

Dortmunder Protest gegen Sozialkürzungen: "Solidarität statt Zwangsarbeit"

Das 'Hartz-Café' fordert eine Stärkung des Sozialstaates: Respekt statt Leistungskürzungen

Dortmunder Protest gegen Sozialkürzungen: "Solidarität statt Zwangsarbeit"

Proteste vor Dortmunder Jobcenter gegen geplante Kürzungen bei Sozialleistungen

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Diese Woche fand vor dem Dortmunder Jobcenter eine Demonstration gegen die geplanten Kürzungen bei Sozialleistungen statt. Aktivist:innen, Jurist:innen und Ehrenamtliche versammelten sich, um auf die Folgen für benachteiligte Gruppen aufmerksam zu machen. Die von der Initiative Hartz Café Dortmund organisierte Kundgebung stand unter dem Motto „Solidarität statt Zwangsarbeit“ und forderte mehr Unterstützung für Arbeitslose.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Nöte von Menschen, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Die Ehrenamtlichen Luca und Alexander, die das Hartz Café mitbetreiben, betonten die Dringlichkeit höherer Bürgergeld-Sätze, vereinfachter Leistungszahlungen und flexiblerer Wohnhilfen. Zudem setzten sie sich für freiwillige Bildungsangebote und Selbstorganisationsmöglichkeiten für Betroffene ein.

Die Rechtsanwältin und Sozialberaterin Steffi Eulitz warnte, dass die geplanten Pauschalmieten die tatsächlichen Lebenshaltungskosten ignorierten. Besonders hart träfe es Suchtkranke, Obdachlose sowie ältere oder kranke Menschen. Eulitz argumentierte, dass die Kürzungen nicht nur lokale Unternehmen belasten, sondern die Lebensbedingungen in der gesamten Stadt verschlechtern würden.

Christopher Davis, Sekretär der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU, bezeichnete die Leistungskürzungen als Angriff auf Arbeitnehmer:innen. Er rief dazu auf, sich zu organisieren und gegen die Veränderungen zu wehren. Ein weiterer Demonstrant, Alexander, forderte ein Ende der Spaltung zwischen Beschäftigten und Arbeitslosen und bessere Bedingungen für alle.

Die Kundgebung sollte das Stigma entkräften, das mit dem Beziehen von Sozialleistungen verbunden ist. Die Organisator:innen wiesen darauf hin, dass Betroffene oft Scham und Isolation erleben – obwohl strukturelle Hürden sie in ihre Situation bringen.

Der Protest in Dortmund vereinte Kampagnenaktivist:innen, Rechtsexpert:innen und Betroffene im Widerstand gegen die Kürzungen. Ihre Forderungen umfassten gerechtere finanzielle Unterstützung, mehr Flexibilität bei der Wohnraumförderung und ein Ende der strafenden Sozialpolitik. Die Veranstaltung unterstrich die anhaltenden Sorgen über Armut und die Notwendigkeit systemischer Veränderungen.

Quelle