21 March 2026, 16:16

Deepfake-Opfer kämpfen um Gerechtigkeit – warum Deutschland hinter Spanien zurückfällt

Schwarzes und weißes Foto eines Mannes im Anzug und mit Krawatte mit zentrierter Schrift und Logo, das ein historisches Zitat über politische Verhaltensweisen enthält.

Deepfake-Opfer kämpfen um Gerechtigkeit – warum Deutschland hinter Spanien zurückfällt

Deepfake-Technologie ist längst kein Nischenproblem mehr, betont Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen. Sie kritisiert die zögerliche Reaktion der Gesetzgeber, lobt aber gleichzeitig Betroffene wie Collien Fernandes, die sich öffentlich gegen digitale Gewalt zur Wehr setzen.

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Fernandes, die selbst Opfer nicht konsensualer, sexualisierter Deepfakes wurde, hat rechtliche Schritte nicht in Deutschland, sondern in Spanien eingeleitet. Das Land hat kürzlich seine Gesetze verschärft und die Erstellung sowie Verbreitung solcher Inhalte unter Strafe gestellt. Die spanischen Reformen gehen noch weiter: Sie verbieten auch die Nutzung von Bildern ohne Zustimmung und gelten damit als Vorreiter im Kampf gegen digitale Gewalt.

Neubaur bezeichnete Fernandes als "eine mutige Frau", deren öffentliches Auftreten anderen Betroffenen ein starkes Signal sende. Sie forderte dringende Reformen im deutschen Sexualstrafrecht, um digitale und physische Gewalt gleichzustellen. Die aktuellen rechtlichen Lücken ließen viele Opfer ohne ausreichenden Schutz, warnte Neubaur.

Als Lösung schlägt sie die Einrichtung spezialisierter Gerichte für Sexualstraftaten vor – sowohl im digitalen als auch im analogen Raum. Solche Fachgerichte gibt es bereits in Ländern wie Spanien, wo die juristische Verfolgung von Deepfakes deutlich weiter fortgeschritten ist.

Doch während die Sorgen wachsen, hinkt das deutsche Rechtssystem bei der Bekämpfung von Deepfake-Missbrauch noch hinterher. Neubauers Reformvorstoß zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen und Opfern denselben Schutz zu garantieren wie denen, die unter physischer Gewalt leiden. Die Debatte dauert an – und der Druck auf die Politik, schneller zu handeln, wird immer größer.

Quelle