27 March 2026, 18:11

Bergisch Gladbach droht bis 2027 die Pleite – wie die Stadt in die Krise rutschte

Plakat mit fettem schwarzem Text auf weißem Hintergrund, der "Die Wirtschaft gerettet und den Kurs der Pandemie verändert durch das American Rescue Plan" neben blauen und grünen Bildern zeigt.

Bergisch Gladbach droht bis 2027 die Pleite – wie die Stadt in die Krise rutschte

Bergisch Gladbach steckt in schweren finanziellen Schwierigkeiten – der städtische Kämmerer warnt vor einer möglichen Insolvenz bis 2027. Schon der Haushaltsentwurf für 2026 weist ein prognostiziertes Defizit von fast 50 Millionen Euro auf. Steigende Steuern und Klimapolitik haben die Lage verschärft, was zu Arbeitsplatzverlusten und Betriebsschließungen in der gesamten Stadt geführt hat.

Die finanziellen Probleme der Stadt verschärften sich, nachdem zwei große Arbeitgeber ihre Produktion einstellten. Im April 2021 brach das Zanders-Papierwerk unter einer Forderung von 7 Millionen Euro für CO₂-Zertifikate zusammen, wodurch 294 Arbeitsplätze verloren gingen. Später stellte auch Isover wegen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) die Produktion ein, was zu weiteren Entlassungen führte.

Die Steuersätze in Bergisch Gladbach liegen mittlerweile über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte in Nordrhein-Westfalen. Der vorgeschlagene Haushalt für 2026 sieht weitere Steuererhöhungen vor, die die AfD-Fraktion im Rat ablehnt. Stattdessen präsentierte sie einen 10-Punkte-Plan, um den Haushalt ohne Steuererhöhungen auszugleichen.

Bereits Anfang 2025 planten 38 Prozent der Industrieunternehmen im Kreis Stellenabbau. Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), bestätigte im Februar 2026, dass die Deindustrialisierung beschleunigt voranschreite. Die AfD-Fraktion macht die Klimapolitik für die Abwanderung von Unternehmen verantwortlich.

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Mit einem Defizit von fast 50 Millionen Euro und wenig Aussicht, die Insolvenz bis 2027 abzuwenden, steckt Bergisch Gladbach in einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise. Die Arbeitsplatzverluste bei Zanders und Isover sowie die steigenden Steuern haben die Lage zugespitzt. Der Alternativplan der AfD zielt darauf ab, die Finanzen ohne weitere Steuererhöhungen zu stabilisieren.

Quelle