17 March 2026, 02:08

Bayer zwischen Hoffnung durch Kerendia und Milliardenverlusten im Jahr 2025

Altes Buch mit einer Zeichnung eines "Bayer Thermometers" beschriftet mit "Patent Nr. 263,649" auf dem Deckel.

Bayer zwischen Hoffnung durch Kerendia und Milliardenverlusten im Jahr 2025

Trotz jüngster positiver Entwicklungen in der Pharmasparte kämpft der Bayer-Konzern weiterhin mit finanziellen Schwierigkeiten. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro und eine Nettoverschuldung von fast 30 Milliarden Euro. Dennoch stiegen die Aktien nach vielversprechenden klinischen Ergebnissen für das Medikament Kerendia um 4,71 % auf 40,25 Euro.

Das Präparat Kerendia erreichte in einer klinischen Studie mit nicht-diabetischen Patienten, die an chronischen Nierenerkrankungen leiden, sein primäres Ziel. Dieser Erfolg veranlasste Bayer, bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag auf erweiterte Zulassung einzureichen. Bei einer Genehmigung könnte Kerendia einem deutlich größeren Patientenkreis zugutekommen.

Kerendia, chemisch als Finerenon bekannt, erhielt im Februar 2022 die volle Zulassung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Frühere Studien wie FIDELIO-DKD (abgeschlossen 2020) und FIGARO-DKD (abgeschlossen 2021) ebneten den Weg für die Zulassung in den USA und anderen Regionen. Auch nationale Behörden wie das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die japanische Aufsichtsbehörde PMDA erteilten 2022 bzw. im März 2023 ihre Zustimmung.

Unterdessen halten die juristischen Herausforderungen für Bayer an. Der Oberste Gerichtshof der USA wird am 1. April 2026 mündliche Verhandlungen zu den Warnhinweisen auf Roundup führen. Eine endgültige Entscheidung wird für Mitte Juni 2026 erwartet. Anleger verfolgen diese Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, da sie Auswirkungen auf den Schutz der Glyphosat-Lieferungen des Konzerns haben könnten.

Die Hauptversammlung von Bayer ist für den 1. April 2026 angesetzt. Die Aktionäre werden über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie abstimmen.

Die Fortschritte in der Pharmasparte bieten Bayer angesichts der anhaltenden finanziellen und rechtlichen Belastungen eine gewisse Entlastung. Die mögliche Ausweitung der Kerendia-Zulassung könnte die Umsätze steigern, während das bevorstehende Urteil des Obersten Gerichtshofs zu Roundup die rechtliche Zukunft des Unternehmens prägen wird. Anleger bleiben auf beide Entwicklungen fokussiert, da sie entscheidend für die Stabilität von Bayer sind.

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