Algen als nachhaltige Textilfasern: 968.000 Euro für revolutionäres Algacore-Projekt
Mara VogtAlgen als nachhaltige Textilfasern: 968.000 Euro für revolutionäres Algacore-Projekt
Das Algacore-Projekt erhält fast 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm
Das Algacore-Projekt hat eine Förderung in Höhe von knapp 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm eingeworben. Die Initiative, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt wird, läuft über 18 Monate. Ziel ist die Entwicklung einer neuen Faserressource auf Basis von Süßwasseralgen als nachhaltige Alternative für die Textilproduktion.
Die Textilbranche steht unter Veränderungsdruck. Natürliche Fasern wie Baumwolle benötigen große Mengen an Wasser, Ackerland und Pestiziden. Synthetische Fasern basieren auf endlichen Ressourcen und setzen Mikroplastik in die Umwelt frei.
Leon Blanckart leitet das Algacore-Projekt, das diese Probleme angehen will. Sein Team forscht daran, spezifische Grünalgen als Rohstoff für Textilien nutzbar zu machen. Das Ziel: eine echte Alternative zu bestehenden Fasern schaffen und die Textilherstellung nachhaltiger gestalten.
Unterstützt wird das Vorhaben von Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten sowie dem HNX Startup Team der Universität. Das EXIST-Forschungstransfer-Programm fördert hochinnovative, technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Algacore will beweisen, dass ökologisch sinnvolle Materialien auch industriell wettbewerbsfähig sein können.
Mit den 968.000 Euro Förderung wird Algacore in den kommenden 18 Monaten die algenbasierte Faser weiterentwickeln. Das Projekt soll zeigen, dass erneuerbare Rohstoffe sowohl industrielle als auch ökologische Anforderungen erfüllen können. Bei Erfolg könnte die Textilindustrie eine nachhaltigere Grundlage erhalten.






