06 May 2026, 07:06

Abschiebung von Issa al H. scheitert – Beamte finden ihn nicht in Paderborner Unterkunft

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Abschiebung von Issa al H. scheitert – Beamte finden ihn nicht in Paderborner Unterkunft

Geplante Abschiebung von Issa al H. aus Deutschland gescheitert

Die geplante Abschiebung von Issa al H. aus Deutschland ist gescheitert, nachdem Beamte ihn in seiner Unterkunft nicht antreffen konnten. Die Aktion fand am 5. Juni 2023 statt, wurde jedoch nach einer halben Stunde abgebrochen, als der Mann nirgends auffindbar war. Die Behörden bestätigten später, dass an diesem Tag keine weiteren Versuche unternommen wurden, ihn abzuschieben.

Das Abschiebeteam traf am frühen Morgen des 5. Juni in der Dempsey-Kaserne in Paderborn ein. Das Ziel der Beamten, Issa al H., war jedoch nicht in seinem zugewiesenen Zimmer anwesend, als sie es durchsuchten. Da die Officers keine Berechtigung hatten, die Räume anderer Bewohner zu kontrollieren, waren ihre Handlungsmöglichkeiten begrenzt.

Der für Issa al H. vorgesehene Flug nach Bulgarien startete planmäßig – ohne ihn. Noch vor Mittag kehrte er eigenständig in die Einrichtung zurück. Andere Bewohner hatten bereits die Fahrzeuge der Ausländerbehörde vor dem Gebäude bemerkt, wodurch der Zweck der Aktion offenkundig war.

Beteiligte Beamte bezeichneten den gescheiterten Versuch später als „völlig normal“. Akten zufolge ist die Erfolgsquote von Abschiebungen aus dem Paderborner Zentrum geringer als in anderen Einrichtungen. Seit dem Anschlag von Solingen müssen Feldbeamte nun einen schriftlichen Bericht vorlegen, in dem sie darlegen, wie und warum eine Abschiebung scheitert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nach der missglückten Abschiebeaktion wurden gegen Issa al H. keine weiteren Maßnahmen ergriffen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Problemen bei Abschiebungen aus der Paderborner Einrichtung ein. Die Behörden haben bisher keine Änderungen der Vorgehensweise nach diesem Fall angekündigt.

Quelle