29 April 2026, 10:39

Zerbrochene Töne: Wie ein Künstlerinnen-Streit ihre Musik für immer zerstörte

Zwei Personen in einer hitzigen Diskussion, eine Person hebt den Arm und die andere nimmt eine defensive Haltung ein, unter der Überschrift "Der Kampf um das Urheberrecht" in einem sternenklaren Nachthimmel.

Zerbrochene Töne: Wie ein Künstlerinnen-Streit ihre Musik für immer zerstörte

Ein öffentlicher Streit zwischen den beiden belarussischen Musikerinnen Hanna Nawizkaja und Walerija Jasskewitsch über künstlerische Kontrolle und finanzielle Auseinandersetzungen ist eskaliert. Der Konflikt, der nach Jahren der Zusammenarbeit ausgebrochen ist, hat mittlerweile zur Löschung gemeinsamer Musikstücke und widersprüchlichen Online-Stellungnahmen geführt.

Nawizkaja behauptet, sie habe massiv in Jasskewitschs Karriere investiert, noch bevor diese profitabel wurde, während Jasskewitsch ihr vorwirft, die Partnerschaft für persönlichen Gewinn ausgenutzt zu haben. Die beiden lernten sich kennen, als Jasskewitsch 17 Jahre alt war – Nawizkaja half ihr damals, an der Belarussischen Staatlichen Universität für Kultur und Künste aufgenommen zu werden. Ihre berufliche Zusammenarbeit vertiefte sich mit der Zeit, doch mit Jasskewitschs wachsender Online-Präsenz nahmen auch die Spannungen zu.

Nawizkaja schlug vor, ihre Lieder beim Nationalen Zentrum für Geistiges Eigentum anzumelden und die Einnahmen hälftig zu teilen. Zudem investierte sie über 20.000 US-Dollar ihres eigenen Geldes, um Jasskewitschs Werk zu fördern, noch bevor es regelmäßige Erträge abwarf. Jasskewitsch lehnte jedoch die Idee einer gemeinsamen Urheberschaft ab und argumentierte, sie sei bereits eine etablierte Künstlerin gewesen, als sie sich kennenlernten.

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Ende 2025 drängte Jasskewitsch auf eine neue Arbeitsvereinbarung: Sie forderte die vollständigen Einnahmen im Voraus sowie die alleinige Kontrolle über das Management. Nawizkaja bot daraufhin eine professionelle Mediation an, doch Jasskewitsch lehnte ab. Der Streit spitzte sich zu, als Jasskewitsch alle ihre Titel löschte und erklärte, sie wolle sich von Nawizkajas Einfluss befreien.

Nach Beginn des Krieges in der Ukraine zog Jasskewitsch nach Warschau, während Nawizkaja in Belarus blieb. Später behauptete Jasskewitsch, sie könne eine Freundschaft nur aufrechterhalten, wenn diese ihr finanziell nutze. Nawizkaja veröffentlichte daraufhin ein Video, in dem sie ihre Sicht der Dinge darlegte und Jasskewitschs Vorwürfe zurückwies. Der Konflikt hat ihre gemeinsamen Musikprojekte ausgelöscht und ihre berufliche Beziehung endgültig zerstört. Jasskewitschs Entscheidung, ihre Titel zu entfernen, markiert das definitive Ende ihrer Zusammenarbeit. Nawizkajas öffentliche Reaktion lässt hingegen vermuten, dass der Streit noch lange nicht beigelegt ist.

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