14 March 2026, 18:12

Willich baut Kita-Angebot um: Schließungen und Verlegungen wegen sinkender Nachfrage

Ein teilweise abgerissenes Gebäude mit verstreuten Holzplanken und Schutt, mit zerbrochenen Fenstern und Türen.

Willich baut Kita-Angebot um: Schließungen und Verlegungen wegen sinkender Nachfrage

Willich gestaltet seine Kinderbetreuungsangebote angesichts sinkender Nachfrage neu. In den kommenden Jahren werden mehrere Kitas geschlossen oder verlegt, während andere vorübergehend unterstützt werden. Die Änderungen folgen einem kontinuierlichen Rückgang der Zahl der Kleinkinder in der Stadt.

2023 stellten Stadtvertreter fest, dass die Zahl der unter Sechsjährigen zwischen 2018 und 2024 um 15 Prozent gesunken ist. Diese Entwicklung führte zu Plänen, die Einrichtungen zu konsolidieren. Die Kita Alperhof, die ursprünglich in einen Neubau ziehen sollte, wird stattdessen in das generationenübergreifende Projekt "Reinershof" umziehen. Aufgrund von Haushaltszwängen wird das heutige Alperhof-Gelände abgerissen – Mittel für einen Ersatzbau stehen nicht zur Verfügung.

Die Kita St. Irmgardis wird zum Ende des Kitajahres 2026/2027 schließen. In ihrem Gebäude wird ab 2027/2028 die Kita Villa Kunterbunt untergebracht. Gleichzeitig endet das Brückenprojekt "Schatzkiste" des DRK bis zum 31. Juli 2026.

Die Kita "Blaues Haus" in Schiefbahn erhält eine Atempause: Der freiwillige städtische Zuschuss wird bis zum 31. Juli 2027 weitergezahlt. Bis zu diesem Zeitpunkt muss die Verwaltung jedoch auch mit dem Träger über eine mögliche Schließung beraten. Prognosen zufolge wird Willich bis 2029 rund 440 ungenutzte Kita-Plätze haben.

Eltern im Norden Willichs äußern Bedenken wegen des mangelnden lokalen Angebots. Durch die Schließungen und Verlegungen bleiben in der Region weniger Einrichtungen übrig, was es jungen Familien erschwert, passende Betreuungsplätze in der Nähe zu finden.

Die Veränderungen spiegeln sowohl finanzielle Rahmenbedingungen als auch demografische Verschiebungen wider. Da weniger Kinder Betreuungsplätze benötigen, passt die Stadt ihr Angebot an, um Leerstände zu vermeiden. Die Behörden werden die Nachfrage beobachten, während die neuen Regelungen in den nächsten Jahren greifen.

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