Wiener Festwochen: Triumphe, Flops und ein BMW auf der Bühne
Die Wiener Festwochen präsentierten eine Mischung aus mutigen Aufführungen und ambitionierten Produktionen. Manche Werke begeisterten das Publikum, andere blieben hinter den Erwartungen zurück. Das Festival vereinte Theater, Tanz und experimentelle Stücke von renommierten Künstlern.
Milo Rau zeigte „Republik der Götter“ und bezeichnete es als das „größte Theaterstück aller Zeiten“. Die Produktion lief exakt fünf Wochen lang und zog beträchtliche Aufmerksamkeit auf sich. Dagegen vermochte Nestervals Adaption des Nibelungen-Epos nicht zu überzeugen und wurde weitgehend kritisiert.
Ein Höhepunkt des Festivals war Angélica Liddells „Seppuku: Die Bestattung Mishimas oder die Lust am Sterben“. Susanne Kennedys „Parsifal“ litt unter den überwältigenden Digital-Effekten von Markus Selg. Brigitta Muntendorfs „Der Tag davor“ setzte mit einer kraftvollen Aussage gegen Gewalt starke Akzente und fand bei den Besuchern großen Anklang.
Thorsten Lensings „Tanzende Idioten“ wurde für seine emotionale Tiefe gelobt, besonders die Darstellung einer todkranken Frau durch Ursina Lardi. Florentina Holzingers „Pfingstspiel“ beeindruckte mit einer gewagten Szene, in der eine Performerin einen BMW bändigte. Auch Patti Smith bereicherte mit ihren Auftritten das vielseitige Programm. „Das tragische Schicksal der Sonata Nr. 2“ hingegen stieß auf weniger Begeisterung und wurde von manchen mit einer trockenen Vorlesung verglichen.
Das Festival bot ein vielfältiges Programm mit unterschiedlichen Erfolgen. Einige Aufführungen hinterließen einen bleibenden Eindruck, andere konnten die Erwartungen des Publikums nicht erfüllen. Die Veranstaltung festigte Wien einmal mehr als Zentrum für innovatives und herausforderndes Theater.






