23 March 2026, 16:08

Viersen stärkt Erinnerungskultur durch Stolpersteine und Schulprojekte

Luftaufnahme des Holocaust-Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin mit zahlreichen weißen und blauen Betonsteinen in einem Gittermuster.

Viersen stärkt Erinnerungskultur durch Stolpersteine und Schulprojekte

Lokale Partnerschaft in Viersen hält Holocaust-Gedenken durch Bildung und Mahnmale wach

Der Förderverein Erinnerungskultur (1933–1945) setzt seine Zusammenarbeit mit der Anne-Frank-Gesamtschule für weitere drei Jahre fort. Gemeinsam ehren sie die Opfer des Nationalsozialismus, indem sie die Stolpersteine in der Region pflegen und das Gedenkstättennetz ausbauen.

Mindestens zwei der Messingplatten – sie erinnern an Karoline und Wilhelm Jansen – wurden bereits im Bistum Aachen verlegt. Weitere sollen bis Anfang 2027 in der Viersener Innenstadt hinzukommen.

Die erneuerte Vereinbarung knüpft an jahrelange gemeinsame Projekte an. Eine zentrale Akteurin ist die Lehrerin Corinne Flasshoff, die mit ihrer Klasse erneut die Holocaust-Gedenkstätte besuchen wird, um sich vertieft mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Zudem leitet sie eine Forschungsgruppe im Kreisarchiv, die sich intensiver mit der lokalen Vergangenheit beschäftigt.

Schulleiterin Ilka Werner unterstützt die Initiative "Reinigung der Stolpersteine" nachdrücklich. Lehrkräfte werden aufgefordert, sich zu beteiligen – besonders rund um den 9. November, den Jahrestag der Reichspogromnacht. Ziel ist es, die kleinen Gedenktafeln im Pflaster sichtbar und würdevoll zu erhalten.

Julietta Breuer, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, betont die Bedeutung dieser Aktionen: Durch die Einbindung von Schüler:innen in Forschung und Pflege entsteht eine lebendige Verbindung zwischen den jüngeren Generationen und der Vergangenheit. In der nächsten Phase werden weitere Stolpersteine in der Viersener Innenstadt verlegt, um das Gedenken noch stärker im Stadtbild zu verankern.

Die verlängerte Partnerschaft sieht vor, dass bis Anfang 2027 zusätzliche Stolpersteine hinzukommen – als Ergänzung zu den bestehenden Mahnmalen für Opfer wie Karoline und Wilhelm Jansen. Durch Archivrecherchen, Schulbesuche und praktische Pflegearbeit halten Schüler:innen und Lehrkräfte die Geschichten der Verfolgten wach. So bleibt die lokale Geschichte ein lebendiger Teil des heutigen Viersen.

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