Tommi Piper – einst Alf-Stimme – kämpft heute mit Armut und 40 Buch-Absagen
Elisa GudeTommi Piper – einst Alf-Stimme – kämpft heute mit Armut und 40 Buch-Absagen
Mit 84 Jahren steht Tommi Piper – einst die legendäre deutsche Stimme von Alf – nun vor finanziellen Schwierigkeiten. Der erfahrene Synchronsprecher, der Hunderte von Filmen und Serien seine Stimme lieh, ist erstmals auf die Hilfe einer Tafel angewiesen. Trotz seiner langen Karriere hat er derzeit keine Jobangebote und arbeitet an einer Autobiografie, nachdem 40 Verlage sie abgelehnt haben.
Tommi Pipers Karriere umfasst über 150 Filme und Serien. Berühmt wurde er vor allem als Stimme des schnoddrigen Außerirdischen Alf in der Kult-Sitcom der 1980er-Jahre. Daneben sprach er Figuren wie Hogi in Hogis Familie, Willy Wuff in fünf Filmen sowie Hikaru Sulu in Star Trek. Weitere bekannte Rollen waren Herr Schlapp in Auf schlimmer und ewig und Andrew Dice Clay in Ford Fairlane. Selbst 2016 lieh er Rumburak in der tschechischen Serie Märchenbraut noch einmal seine Stimme.
Heute lebt Piper allein in einem Haus, das seinem Sohn gehört, und übernimmt lediglich die Nebenkosten. Sein Einkommen besteht aus einer kleinen Rente und einer monatlichen Unterstützung durch seinen Sohn. Da keine neuen Engagements hinzukommen, verkaufte er kürzlich sein Auto und verzichtet auf jeden Luxus. Zwar ist er dankbar für ein Dach über dem Kopf, doch aufgrund seines Alters denkt er mittlerweile über einen Platz in einem betreuten Wohnen nach.
Trotz eigener Not engagiert sich Piper für andere: Er unterstützt seine Putzfrau, eine Geflüchtete aus der Ukraine, und bleibt in seiner Gemeinschaft aktiv. Sein demnächst erscheinendes Buch Ja, ich war Alf schildert sein Leben im Showbusiness – doch nach 40 Absagen gestaltet sich die Verlagssuche schwierig.
Pipers Situation zeigt die Herausforderungen, vor denen ältere Schauspieler ohne regelmäßige Aufträge stehen. Seine Memoiren bleiben unveröffentlicht, die finanziellen Sorgen bestehen fort. Fürs Erste ist er auf die bescheidene Hilfe seiner Familie angewiesen, während er den Alltag ohne die Sicherheit bestreitet, die ihm seine Karriere einst bot.






