Streit um Theater- und Konzertsaal: SG_zukunft wirft Studie Voreingenommenheit vor
Jenny KühnertStreit um Theater- und Konzertsaal: SG_zukunft wirft Studie Voreingenommenheit vor
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer neuen Szenariostudie zum Theater- und Konzertsaal der Stadt geübt. Die Gruppe wirft dem Bericht Voringenommenheit vor und bemängelt, dass zentrale Fragen unberücksichtigt blieben. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse ist für Montag geplant, gefolgt von einer Debatte im Stadtrat.
Laut SG_zukunft sei die Studie mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden. Die Fraktion zweifelt ihre Neutralität an und verweist auf fehlende Angaben – etwa zum grauen CO₂-Fußabdruck des Bestandsgebäudes oder zum vorhandenen unterirdischen Bunker auf dem Gelände.
Zudem stellt die Gruppe die Plausibilität der Kostenschätzungen für eine neue Feuerwehr- und Rettungswache infrage. Als Beispiel führt sie die vergangenen Planungen für die Wache in Ohligs an, wo sich die Berechnungen als unzuverlässig erwiesen hätten. Darüber hinaus warnt SG_zukunft, dass ein Abriss des Veranstaltungsorts dessen kulturelle Bedeutung ignorieren würde – ein Wert, der sich nicht allein in wirtschaftlichen Kennziffern messen lasse.
Kritik gibt es auch an den Verkehrsauswirkungen des geplanten Neubaus der Wache. Die Fraktion lehnt die Abrisspläne für das Theater und den Konzertsaal ab und argumentiert, dass solche Kulturräume heute kaum noch entstehen.
In den kommenden Tagen werden die politischen Gremien der Stadt über die Zukunft des Theater- und Konzertsaals beraten. Die Öffentlichkeit erhält am Montag Einblick in die Studienergebnisse, bevor der Stadtrat über mögliche nächste Schritte diskutiert. Die Vorbehalte von SG_zukunft dürften die laufende politische Debatte maßgeblich prägen.
