Strack-Zimmermann will FDP mit Kubicki oder Höne aus der Krise führen
Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat signalisiert, dass sie bereit ist, gemeinsam mit Wolfgang Kubicki für den Parteivorsitz zu kandidieren. Der Vorschlag kommt nach dem enttäuschenden Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg, wo die Partei nur 4,4 Prozent der Stimmen holte und damit aus dem Landtag ausschied. Zudem nannte sie den stellvertretenden Parteivorsitzenden Henning Höne als weiteren möglichen Partner für eine gemeinsame Bewerbung, um die Geschicke der Partei wieder zu wenden.
Die Idee eines Doppelspitzenteams war erstmals nach der Wahl zwischen Strack-Zimmermann und Kubicki diskutiert worden. Sie hatte Kubicki den Vorschlag unterbreitet, der ihn zunächst abgelehnt hatte. Dennoch bleibt sie der Idee gegenüber aufgeschlossen und argumentiert, dass eine Zusammenarbeit erfahrener Persönlichkeiten helfen könnte, das Vertrauen in die FDP wiederherzustellen.
Strack-Zimmermann wies Vorwürfe persönlicher Spannungen mit Kubicki zurück und beschrieb ihn als gradlinig, erfahren und in der Lage, ein breites Wählerklientel anzusprechen. Auch über Höne äußerte sie sich positiv: Trotz seines vergleichsweise jungen Alters sei er politisch versiert, und seine Generation werde eine Schlüsselrolle bei der Neuausrichtung der Partei spielen.
Der Niedergang der FDP in Baden-Württemberg – wo sie mit unter fünf Prozent an der für den Einzug ins Parlament notwendigen Hürde scheiterte – hat den Druck auf die Parteiführung erhöht. Zwar liegen keine bundesweiten oder historischen Vergleiche vor, doch das Ergebnis hat innerhalb der Partei Forderungen nach einem neuen Kurs laut werden lassen.
Strack-Zimmermanns Vorstoß unterstreicht den Wunsch nach Geschlossenheit an der FDP-Spitze. Eine gemeinsame Kandidatur, ob mit Kubicki oder Höne, könnte Teil der Strategie sein, um verlorene Wähler zurückzugewinnen. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Gesprächen unter den führenden Parteimitgliedern ab.






