03 May 2026, 18:14

Strabag wächst kräftig und meistert spektakuläres Brückenprojekt auf der A45

Detailierter Konstruktionsplan einer Brücke mit beschrifteten Bauelementen, einschließlich Träger und Seilen, aus einer Buchseite.

Strabag wächst kräftig und meistert spektakuläres Brückenprojekt auf der A45

Strabag, Deutschlands größter Baukonzern, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 ein kräftiges Wachstum. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während der Nettogewinn um vier Prozent auf 94,9 Millionen Euro kletterte. Zudem vollendete das Unternehmen ein bedeutendes Ingenieurbauprojekt auf der Autobahn A45, bei dem ein 40.000 Tonnen schwerer Brückenabschnitt ohne Demontage verschoben wurde.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns legte um 58 Prozent auf 129,4 Millionen Euro zu. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand bis Ende Juni um 13 Prozent auf 28,4 Milliarden Euro. Strabag investiert jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung und festigt damit seine Position als Marktführer in Österreich und Deutschland.

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Ein Meisterstück der Ingenieurskunst gelang auf der A45-Talbrücke in Rinsdorf: Hier verschoben Strabag-Experten eine 40.000 Tonnen schwere Konstruktion um 20 Meter zur Seite – inklusive Pfeiler und Fundament, ohne das Bauwerk zu zerlegen. Das Projekt unterstrich die technische Kompetenz des Unternehmens bei großflächigen Infrastrukturvorhaben.

Vorstandsvorsitzender Stefan Kratochwill betonte die volkswirtschaftliche Bedeutung solcher Projekte. Infrastruktur sei das „Lebenselixier einer modernen Wirtschaft“, so Kratochwill. Jeder investierte Euro wirke mehrfach – durch Arbeitsplatzschaffung und verbesserte Rahmenbedingungen für Unternehmen. Allein Österreich plant 2025 Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 9,9 Milliarden Euro, was zwei Prozent der Wirtschaftsleistung entspricht.

Über den klassischen Hoch- und Tiefbau hinaus expandiert Strabag in neue Geschäftsbereiche. Aktuell verhandelt der Konzern über die Übernahme von Vamed-KMB, einem Krankenhausmanagement-Unternehmen, das für den technischen Betrieb des Wiener AKH und dessen Bauprojekte verantwortlich ist.

Die aktuellen Zahlen und Projekte spiegeln Strabags führende Rolle im europäischen Bausektor wider. Mit einem wachsenden Auftragsbestand und Investitionen in Innovation sichert sich das Unternehmen weiterhin Großaufträge. Die mögliche Übernahme von Vamed-KMB könnte das Portfolio über die traditionelle Infrastruktur hinaus weiter diversifizieren.

Quelle