Stillgelegte Bahnstrecke Bocholt–Münster könnte überraschend wiederbelebt werden
Mara VogtStillgelegte Bahnstrecke Bocholt–Münster könnte überraschend wiederbelebt werden
Eine seit langem stillgelegte Bahnstrecke zwischen Bocholt und Münster könnte bald wieder in Betrieb genommen werden. Verkehrsplaner halten die Strecke nun für wirtschaftlich tragfähig – eine überraschende Wende angesichts früherer Zweifel an ihrer Zukunft. Die Wiederbelebung würde der Region schnellere und häufigere Zugverbindungen bringen.
Die einst als unrentabel geltende Bahnstrecke Bocholt–Münster erfährt derzeit neuen Rückhalt. Frühere Studien gingen von etwa 7.000 Fahrgästen täglich aus, doch aktualisierte Prognosen sagen nun eine noch höhere Nachfrage voraus. Diese Entwicklung veranlasst die Verantwortlichen, das Potenzial des Projekts neu zu bewerten.
Die Reaktivierung der ungenutzten Gleise könnte zudem günstiger ausfallen als ursprünglich angenommen. Voraussichtlich würden auf der Strecke batteriebetriebene Züge verkehren, die eine umweltfreundlichere Alternative zu Dieselzügen darstellen. Befürworter betonen nicht nur die ökologischen Vorteile, sondern auch die verbesserte Anbindung ländlicher Gebiete – etwa für Städte wie Borken und Coesfeld.
Die wiederbelebte Verbindung würde wichtige Regionen vernetzen, darunter auch Anbindungen an das Ruhrgebiet. Allerdings steht das Vorhaben vor Herausforderungen: So gibt es Konkurrenz durch andere Infrastrukturprojekte, und die finanziellen Mittel sind begrenzt. Unterstützer drängen den Verkehrsverbund Westfalen-Lippe, mit der detaillierten Planung voranzuschreiten.
Bei einer Genehmigung könnte die Bahnstrecke den Nahverkehr in der Region grundlegend verändern. Schnellere und dichtere Taktungen würden sowohl Pendler als auch ländliche Gemeinden besser bedienen. Der nächste Schritt hängt nun von der Sicherung der Finanzierung und dem Abschluss der technischen Machbarkeitsstudien ab.






