06 April 2026, 22:10

Solingen diskutiert zivil-militärische Sicherheit in Zeiten wachsender Infrastruktur-Bedrohungen

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die Standorte der National Geospatial Intelligence Agency hervorhebt, mit fetter Schrift, Flüssen, Bergen und Städten.

Solingen diskutiert zivil-militärische Sicherheit in Zeiten wachsender Infrastruktur-Bedrohungen

Solingen gastierte kürzlich eine hochrangige Diskussion zur Inneren Sicherheit – zu einer Zeit, in der die Bedrohungen für kritische Infrastrukturen zunehmen. Die Veranstaltung stand im Zeichen des 70. Gründungsjubiläums der Bundeswehr und brachte Militär, Polizei und Rettungskräfte zusammen, um die zivil-militärische Zusammenarbeit zu stärken. Organisiert von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen, lag der Fokus auf der Vorbereitung auf mögliche Krisenszenarien in den kommenden Jahren.

Die Konferenz unter dem Titel "Innere Sicherheit in Zeiten erhöhter Bedrohungen – wie sieht die zivil-militärische Zusammenarbeit aus?" versammelte führende Vertreter aus Sicherheits- und Verteidigungskreisen. Generalmajor Andreas Henne, Leiter der Abteilung Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, skizzierte ein Szenario koordinierter Angriffe auf zivile Infrastrukturen bis zum Jahr 2028. Er forderte eine stärkere gesellschaftliche Resilienz – mental, organisatorisch und militärisch –, um den wachsenden Risiken zu begegnen.

Markus Röhrl, Polizepräsident des Bergischen Städtedreiecks, erläuterte die Rolle der Sicherheitsbehörden in der Krisenbewältigung und die bestehenden Koordinationsstrukturen. Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Solingen, betonte, dass die Stadt bereits Fortschritte beim Schutz ihrer Wasser-, Strom- und Gasnetze mache.

Die Diskussionen unterstrichen die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk (THW) und kommunalen Behörden. Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, hob in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung der Verteidigung von Freiheit, Frieden und Demokratie hervor.

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In ihrem Schlussstatement betonte Steingrüber, dass langfristige Sicherheit davon abhänge, wie gut sich die Gesellschaft gegen sich wandelnde Bedrohungen wappne. Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die zivil-militärische Zusammenarbeit in Solingen und darüber hinaus zu verbessern. Die Verantwortlichen machten deutlich, dass der Schutz kritischer Infrastrukturen eine kontinuierliche Abstimmung aller Sicherheits- und Verteidigungseinrichtungen erfordere. Weitere Schritte sind geplant, während die Stadt ihre Strategien gegen mögliche künftige Angriffe verfeinert.

Quelle