Siemens Mobility baut riesige Zugmontagehalle im Duisburger Logport I
Jenny KühnertSiemens Mobility baut riesige Zugmontagehalle im Duisburger Logport I
Siemens Mobility hat sich für den Logport I in Duisburg als Standort für eine neue, große Zugmontagehalle entschieden. Das bestehende Werk in Uerdingen bietet nicht mehr genug Platz für die Produktion von Regionalzügen. Das über 25 Millionen Euro teure Projekt markiert einen bedeutenden Wandel in der lokalen Industrieaktivität.
Die neue Halle entsteht auf dem Gelände der abgerissenen Krupp-Längshallen, die bis 2023/24 abgerissen wurden. Anders als frühere, logistikorientierte Vorhaben wird diese Anlage als vollwertiger Produktionsstandort für Siemens Mobility dienen.
Der Bau der 200.000 Quadratmeter großen Halle begann im März 2026. Im Inneren werden fünf Hallenkrane die Montagearbeiten unterstützen, während zwei 223 Meter lange Gleise und zwei 200 Meter lange Wartungsgruben die Zugproduktion ermöglichen. Eine direkte Schienenanbindung erlaubt es, fertige Züge ohne Straßenverkehr vom Gelände zu bringen – das reduziert den Lkw-Verkehr innerhalb des Logport I deutlich.
Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender der Duisport, betonte die übergreifende Bedeutung des Projekts, das über das oft negative Image des Logistiksektors hinausweise. Er verglich die aktuelle Entwicklung mit dem Zustand der Duisburger Stahlwerke im Jahr 2000, als nur noch die Längshallen standen. Frühere Großprojekte wie Tiger & Turtle oder die Mercatorinsel stießen auf gemischte Reaktionen, doch diese Anlage soll klare wirtschaftliche Vorteile bringen.
Matthias Wittemer von Siemens Mobility unterstrich, dass die Halle als vollständiges Montagewerk fungieren werde – und nicht nur als Lager- oder Logistikzentrum. Auch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link unterstützt das Vorhaben und bezeichnet es als Schritt in die richtige Richtung für die industrielle Zukunft der Stadt.
Die neue Anlage bietet Siemens Mobility eine moderne und großzügige Produktionsbasis. Die direkte Schienenanbindung ermöglicht effizientere und nachhaltigere Logistik und verringert die Abhängigkeit vom Straßengüterverkehr. Mit dem laufenden Bau wird die Halle zu einem zentralen Standort für die Regionalzugfertigung in Duisburg.