Shirin Davids Aufstieg: Wie Perfektionismus ihren Erfolg und ihre Belastung prägt
Juan AdlerShirin Davids Aufstieg: Wie Perfektionismus ihren Erfolg und ihre Belastung prägt
Ein neuer Netflix-Dokumentarfilm erkundet die Höhenflüge und Kämpfe der deutschen Künstlerin Shirin David. Unter dem Titel "Barbara – Wie Shirin David wurde" begleitet der Film ihren Weg von einer jungen Nachwuchskünstlerin zu einem der größten Stars des Landes. Gleichzeitig untersucht er, wie ihr unerbittlicher Perfektionismus ihre Karriere geprägt – und belastet – hat.
Geboren 1995 als Barbara Shirin Davidavičius, stand für David schon früh Musik und Tanz im Mittelpunkt ihres Lebens. Ihre Mutter meldete sie früh für Unterricht an und ebnete so den Weg für ihre Zukunft. 2014 startete sie einen YouTube-Kanal, auf dem sie Beauty- und Lifestyle-Videos teilte, die schnell an Popularität gewannen.
Ihr Durchbruch gelang ihr 2019 mit der Veröffentlichung von "Gib ihm". Das Musikvideo zum Song kostete 150.000 Euro – eine kühne Investition, die sich auszahlte, indem sie David als Rapperin etablierte. Seitdem dominiert sie die deutschen Charts mit sieben Nummer-eins-Singles. Heute hören über 2,3 Millionen Menschen ihre Musik monatlich auf Spotify.
Der Dokumentarfilm zeigt David vor und während ihrer "Schlau aber blond"-Tour im Jahr 2025. Er macht ihren unermüdlichen Antrieb nach Exzellenz deutlich, offenbart aber auch den Preis, den sie dafür zahlt. Während ihr Perfektionismus ihren Erfolg befeuert hat, stellt der Film die Frage, ob diese Eigenschaft sie nun zu überfordern droht. Die Zuschauer bleiben zurück mit der Frage, wer eigentlich die Verantwortung für den Druck trägt, dem sie ausgesetzt ist.
Der Film gewährt einen seltenen Einblick in die Kehrseite des Erfolgs in der Musikbranche. Mit Millionen von Hörern und Chartstürmern bleibt Shirin David eine prägende Stimme der deutschen Popkultur. Doch der Dokumentarfilm deutet an, dass ihre größte Stärke – ihr Perfektionismus – zugleich ihre größte Herausforderung sein könnte.