29 March 2026, 16:12

Rheinmetall wächst kräftig – doch die Aktie leidet unter Fregatten-Streit und Haushaltschaos

Blaues "Verteidigungsgeschäftsrat"-Logo auf weißem Hintergrund.

Rheinmetall wächst kräftig – doch die Aktie leidet unter Fregatten-Streit und Haushaltschaos

Rheinmetall verzeichnet starkes Wachstum – doch die Aktie bleibt unter Druck

Rheinmetall hat ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet: Umsatz und Gewinne stiegen 2025 deutlich an. Dennoch schloss die Aktie des Konzerns die Woche als einer der größten Verlierer im DAX. Der Rückgang kommt angesichts von Unsicherheiten über einen milliardenschweren Fregattenauftrag und anhaltenden Haushaltsverzögerungen in Berlin.

Der Rüstungsriese steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres um 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Auch der operative Gewinn legte um 18 Prozent zu und erreichte 835 Millionen Euro. Ein Auftragsbestand von 64 Milliarden Euro unterstreicht zudem die starke Position des Unternehmens in einem boomenden globalen Sicherheitsmarkt.

Trotz dieser positiven Entwicklung kämpft die Rheinmetall-Aktie mit Gegenwind. Der entscheidende Faktor ist der Wettbewerb um den deutschen Fregattentyp 126, ein Auftrag im Milliardenbereich. Rheinmetall gilt mit seiner Tochtergesellschaft Naval Vessels Lürssen (NVL) zwar als Favorit, doch der Konkurrent ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) drängt hartnäckig nach vorn. Das Bundesverteidigungsministerium prüft nun nur noch zwei Optionen – Rheinmetalls NVL oder TKMS – als Alternative zum ursprünglichen Auftragnehmer Damen Naval.

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Die Entscheidung über diesen Deal könnte entweder einen neuen Kursaufschwung für Rheinmetalls Aktie auslösen oder sie weiter in der Schwebe halten. Hinzu kommt der Druck durch die Verzögerungen bei der Verabschiedung des Bundeshaushalts, die die Vergabe von Aufträgen blockieren und Anleger verunsichern.

Rheinmetalls Finanzzahlen zeigen zwar klare Stärke – mit steigenden Gewinnen und einem prall gefüllten Auftragsbuch. Doch die politische Unsicherheit und das hochriskante Fregatten-Bietverfahren sorgen für Volatilität. Solange der Auftrag nicht vergeben ist und sich die Haushaltsblockaden nicht lösen, dürfte die Aktie des Konzerns weiter unter Druck bleiben.

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