14 April 2026, 10:11

Rheine: Rathauszentrum nach 77 Millionen Euro und Verzögerungen endlich saniert

Großes mehrstöckiges Rathausgebäude mit zahlreichen Fenstern, Straßeninfrastruktur einschließlich Masten, Laternen und Verkehrszeichen, umgeben von Fahrzeugen, Grünflächen und einem bewölkten Himmel.

Rheine: Rathauszentrum nach 77 Millionen Euro und Verzögerungen endlich saniert

Rathauszentrum in Rheine: Sanierung nach eineinhalb Jahren Verzögerung abgeschlossen

Nach eineinhalb Jahren Verzögerung ist die Sanierung des Rathauszentrums in Rheine endlich abgeschlossen – allerdings zu einem Preis von 77 Millionen Euro, statt der ursprünglich veranschlagten 44 Millionen. Obwohl in einigen Bereichen noch gearbeitet wird, hat die Stadtbibliothek bereits vor der vollständigen Fertigstellung ihre Türen geöffnet.

Die Modernisierung umfasste eine zeitgemäße Bibliothek, neue Geschäfte und einen großen Veranstaltungsbereich. Doch während der Bauarbeiten wurde Asbest entdeckt, und die steigende Inflation trieb die Kosten um 33 Millionen Euro in die Höhe. Diese Probleme führten zu wiederholten Verzögerungen und scharfer Kritik aus der Bevölkerung.

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Der Bund der Steuerzahler nahm das Projekt vor drei Jahren sogar in sein "Schwarzbuch" auf. Bürgermeister Peter Lüttmann gab zu, zeitweise gezweifelt zu haben, ob die Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden könnten. Dennoch wurde die Stadtbibliothek vorab 100 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung präsentiert, bevor sie für die Öffentlichkeit öffnete.

Noch nicht alle Bereiche des Zentrums sind fertig: Einige Läden und der Veranstaltungsbereich befinden sich noch in der Sanierung. Doch die Verantwortlichen entschieden, die Bibliothek ohne weitere Verzögerung zu eröffnen – ein wichtiger Schritt in der von Rückschlägen geprägten Geschichte des Projekts.

Das Rathauszentrum präsentiert sich nun als Mischung aus fertigen und noch unvollendeten Räumen. Die Bibliothek ist nutzbar, doch andere Bereiche werden noch Zeit benötigen. Angesichts der fast verdoppelten Kosten bleibt die endgültige Belastung für den städtischen Haushalt ein Grund zur Sorge.

Quelle