Rewe verklagt: Verbraucherschützer attackieren Rabatt-App wegen intransparenter Preise
Juan AdlerRewe verklagt: Verbraucherschützer attackieren Rabatt-App wegen intransparenter Preise
Ein Rechtsstreit zwischen Rewe und Verbraucherschützern entbrennt um die Rabatt-App des Supermarktkonzerns. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat den Händler verklagt und wirft ihm vor, durch versteckte Originalpreise Kundinnen und Kunden in die Irre zu führen. Rewe hält dagegen, seine Werbung sei fair und beziehe sich auf die App als Ganzes – nicht auf einzelne Produkte.
Im Mittelpunkt des Streits steht Rewes App, die Angebote wie "2 Euro Rabatt auf Söhnlein Brillant-Sekt" bewirbt. Kritiker monieren, dass ohne Angabe des ursprünglichen Preises Verbraucher nicht beurteilen könnten, ob es sich um ein echtes Schnäppchen oder bloße Marketingtricks handelt. Die Verbraucherzentrale sieht darin einen Verstoß gegen Transparenzvorschriften.
Das Landgericht Köln prüft nun die Argumente – laut Berichten sind die Richter in der Frage gespalten. Eine endgültige Entscheidung wird am 19. November erwartet. Das Urteil könnte über Rewe hinaus auch andere große Ketten wie Aldi, Lidl/Kaufland und Edeka treffen, die ähnliche Rabattstrategien nutzen.
Die Richter werden entscheiden, ob Rewe künftig Originalpreise neben den App-Rabatten anzeigen muss. Bei einer Niederlage müsste der Konzern möglicherweise seine Werbestrategie grundlegend überarbeiten. Der Fall könnte zudem einen Präzedenzfall für die Bewerbung digitaler Angebote durch andere Händler schaffen.






